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Eine Leckerlie-Verpackung entsteht – Teil 1

von | Apr 4, 2017 | Allgemein, Dein Business | 1 Kommentar

Eine Leckerlie-Verpackung entsteht – Teil 1

Im Februar nahm ich an einem 3tägigen Live-Stream von Adobe teil. Adobe ist der Marktführer wenn es um professionelle Softwarelösungen in den Bereichen Digitale Bildbearbeitung, Druck, Internet, Video und Audio geht. Auch der allseits bekannte und kostenlose Adobe Reader (zur Darstellung von PDF-Dateien), der Flash Player und der Shockwave Player (Darstellung bestimmter Dateien im Internet) stammen aus dem Hause Adobe. Vielleicht hast du aber auch schon einmal einen der folgenden Programmnamen gehört, die allesamt aus dem Hause Adobe stammen: Photoshop, Illustrator, InDesign, Lightroom, Dreamweaver. Das sind nur einige aus einer langen Liste von Produkten, die mittlerweile auch auf den verschiedensten Plattformen wie PC, Tablet und Smartphone genutzt werden können.

Ich selbst arbeite mit Adobe-Produkten seit mehreren Jahren, mal mehr, mal weniger. Ich bin noch lange kein Profi, aber es ist schon so eine kleine Leidenschaft von mir. Und da der Livestream kostenfrei war, nahm ich gern daran teil.

Der Stream war unterteilt in 4 verschiedene Themengebiete, z.B. Posterdesign und Buchcover-Design. Es ist übrigens unheimlich inspirierend, anderen Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen zu dürfen und so entstand dann nebenbei auch dieses Spaß-Projekt beim Ausprobieren verschiedener gezeigter Techniken. Mich interessierten eigentlich nur 3 der vier Themen wirklich, ich ließ den Stream aber auch während des 4. Themas laufen. Dabei ging es um das Thema Packaging. Ich schaute mir auch dieses Thema an, jedoch anfangs mit Zurückhaltung, da ich erst einmal davon ausging, dass das nicht mein Thema sei. Verpackungsdesign? Für meine Kunden? Ich wüsste nicht, wofür… Trotzdem inspirierte mich der fortlaufende Austausch der Künstlerin und auch im Chat.
Am dritten Tag machte es bei mir Klick. Verpackungsdesign! Für meine Kunden! Na klar! Irgendwie mussten doch die Hundekekse, Halsbänder, Kauartikel von der Fertigung in den Haushalt des Tierhalters gelangen! Also verfolgte ich den Rest des Themas recht gebannt und in meinem Kopf formte sich derweil die Idee einer Leckerchenverpackung.

Es ist zwar ungünstig, eine Verpackung zu designen, für dass es kein reales Produkt gibt, aber es geht mir dabei jetzt eher mal um eine neue Herausforderung, da das ein Themengebiet ist, mit dem ich mich tatsächlich bisher noch nie weiter beschäftigt habe. Total „out of the box“ sozusagen ;-).

Gut, um eine Verpackung zu designen benötigt man erst einmal einen Rohling bzw. ein Schnittmuster. Und wie das ist in unserer Welt, in der sogar hartgekochte Eier gepellt und dann in einer Plastikverpackung verkauft werden, kann man sich vor lauter Überfluss an Verpackungsmöglichkeiten gar nicht richtig entscheiden. Es sollte ja auch nicht zu komplex werden, damit die Begeisterung nicht irgendwann in Frust umschlägt.

Als erstes stellte sich mir also die Frage nach der Verpackungsform. Ich fragte in Facebook-Gruppen nach, was man denn so als wichtigste Merkmale erachten würde und ob vielleicht jemand schon eine tolle Verpackung hat, die er mir zeigen könnte. Zwar wurden einige Aspekte wie Nachhaltigkeit und auch Stapelbarkeit genannt, so richtig kam ich aber nicht weiter. Vielleicht hatte ich mich aber auch nicht klar genug ausgedrückt oder ich befand mich selbst noch in der Findungsphase des Projektes. Im Stream hatte ich gelernt, dass ich zu allererst ein Schnittmuster benötigte, also ein Muster der aufgeschnittenen Verpackung mit allen zusätzlichen Laschen und korrekten Seitenmassen. Gestern dann fiel mir eine Verpackung von Teebeuteln in die Hand. Bzw. hatte ich mir den letzten Beutel herausgenommen und faltete den Karton zusammen, um ihn ins Altpapier zu legen. Und als ich so auf den zusamengefalteten Karton blickte, machte es wieder Klick und ich sah mein Schnittmuster in meiner Hand. Also Verpackung wieder auseinandergefaltet, die Klebelasche geöffnet und ab an den PC damit. Das für mich sinnvollste Tool zur Erstellung und Bearbeitung eines Schnittmusters schien Illustrator zu sein. Der große Vorteil an Illustrator liegt darin, dass man darin nicht pixel- sondern vektor-basiert abeitet. Die Vektorenbasis sorgt dafür, dass man das Gesamtwerk in jede beliebige Größe ändern kann, ohne dass es pixelig wird, wie du das vielleicht von Fotos kennst, die du stark vergrößerst. Es ist also ideal geeignet für die Erstellung von Computergrafiken, wie Logos, Symbolen und anderen Zeichnungen. Bei den Druckgrößen unterliegt man durch die Vektoren keinerlei Beschränkungen mehr und so sieht das Logo als kleines Favicon im Browser-Tab genauso klar aus, wie auf der drei Meter breiten Werbeplane am Bauzaun.

Tipp: Wenn ihr ein Logo oder eine Illustration von jemandem anfertigen lasst, solltet ihr euch am besten die Vektorendatei mit übermitteln lassen. Die Vektordateien haben häufig die Endung .ai (Adobe Illustrator), .svg oder .eps es gibt aber auch noch ein paar weitere programmspezifische Endungen. Im Zweifel fragt einfach bei der Erstellung direkt nach diesen Dateien.

Als Programm für den Start legte ich also Illustrator fest. Doch wie bekam ich jetzt diese blöde Verpackung in den Computer? Leider war die Schachtel zu groß, als dass ich sie mit meinem A4-Scanner hätte scannen können, also war Handarbeit angesagt. Ich faltete die Packung auseinander, nahm Lineal und Geodreieck zur Hand und maß erstmal die Gesamtgröße ab. um die Dateigröße 1:1 erstellen zu können und als das erledigt war, nahm ich mir jeden einzelnen Bereich vor und maß inkl. Winkel alles wichtige aus. Parallel dazu übertrug ich dann jede einzelne Kammer in meine Zeichenfläche.

An ein paar Ecken und Enden habe ich es noch ein wenig „zurechtgezuppelt“, doch dann war ich zufrieden. Ich hatte mein erstes Verpackungs-Schnittmuster in Illustrator erstellt, juhu 😉

Vorgemerkt habe ich mir ausserdem schon, welche Schriftart ich (unter anderem) verwenden möchte und welche Farben ich nutzen möchte. Derzeit bin ich dabei, ein paar passende Symbole für die Verpackung zu erstellen. Wie ich das aber gemacht habe, zeige ich euch im nächsten Teil der Reihe 🙂

Aber halt: Hier habe ich noch eine kleine Aufgabe für dich (wenn du magst). Ich hab dir ja oben von meiner Recherche in FB-Gruppen berichtet und dass diese zwar nicht ganz das Ergebnis lieferte, nach dem ich gesucht habe, aber zumindest doch sehr anregend war. Aber vielleicht hast du ja noch etwas dazu beizutragen. Schreib mir doch in den Kommentaren, was dir an einer Verpackung besonders wichtig wäre oder hast du schon die für die perfekte Verpackung deiner Artikel gefunden und möchtest sie mir zeigen?

Mach es EINFACH.

1 Kommentar

  1. Hallo Leckerlieverpacker,
    es wäre doch mal eine coole Idee, einen Anhänger mit einer grossen Werbeplane in Form einer Leckerlieverpackung auszustatten.
    LG
    Manu

    Antworten

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