Türchen 2: Welche technischen Möglichkeiten kommen für dich in Frage?

von | Dez 2, 2018 | Adventskalender 2018 | 0 Kommentare

Hey, Willkommen zurück, schön, dass du wieder reinschaust 🙂 Heute ist der erste Advent, daher gibt es heute noch mal ein bisschen was zum Überlegen und In-sich-gehen bevor wir morgen richtig loslegen. Und da du heute sicher viel Zeit mit der Familie verbringen möchtest, legen wir am besten direkt los und widmen uns der Frage nach den technischen Möglichkeiten für eine Webseite.

Wie gestern bereits geschrieben, besteht jede Webseite aus Programmiercode und hier meist aus verschiedenen „Sprachen“. Du musst aber jetzt nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, auch ohne Programmierkenntnisse gibt es heute genug Möglichkeiten eine Webseite zu erstellen. Im wesentlichen hat man heutzutage 3 bzw. 4 Möglichkeiten:

  • Homepage-Baukästen
  • Content-Management-Systeme
  • Individuelle Programmierung
  • Profis beauftragen

Im folgenden schauen wir uns diese Möglichkeiten einmal an und schauen, welche Vor- und Nachteile es gibt. Am Ende dieses Artikels hast du hoffentlich genug Erkenntnisse gesammelt, um abschätzen zu können, welche Möglichkeit für dich die richtige ist.

Der Homepage-Baukasten

Baukästen wie die von Jimdo oder Wix sind besonders für Anfänger gut geeignet, denn hier kannst du eigentlich nichts kaputt machen. Du klickst dich meistens durch einen Fragebogen, ziehst dir mit wenigen Klicks Newsletter und Soziale Netzwerke an die dafür vorgesehene Stelle und ersetzt die vorgegebenen Texte und Bilder durch deine eigenen. Mittlerweile gibt es bei solchen Baukästen sogar die Möglichkeit, Onlineshops umzusetzen. Nicht schlecht oder?

Aber ein Baukasten hat auch seine Nachteile. Zum einen bist du an die Vorgaben des Anbieters gebunden und kannst nur schwer bis gar nicht das Design so anpassen, wie du es wirklich benötigst oder es dir wünschst. Da dein Design sich aber meist erst mit der Zeit entwickelt, kann man darüber vielleicht noch hinweg sehen. Problematisch wird es aber immer dann, wenn du den Anbieter wechseln willst, also von einem Baukasten-Anbieter zu einem anderen wechseln willst. Denn in diesen Fällen musst du deine Homepage beim neuen Anbieter „nachbauen“ und hoffen, dass der neue Anbieter eine ähnliche Designvorlage anbietet. Preislich gesehen bieten  die Anbieter der Baukästen meist eine kostenfreie Variante an. Allerdings ist diese meist sehr eingeschränkt und du solltest dir genau anschauen, was in diesem kostenlosen Paket enthalten ist und was fehlt. Zusatzkosten werden in vielen Fällen zum Beispiel durch die Zubuchung einer .de-Domain bzw. einer sogenannten Top-Level-Domain fällig (über das Thema Domains sprechen wir morgen übrigens nochmal genauer). Außerdem musst du manchmal kostenpflichtig ein Mailpostfach zubuchen, eine SSL-Verschlüsselung ist auch oft mit Zusatzkosten verbunden und vieles mehr. Lass dich also nicht von den „kostenlosen“ Homepage-Baukästen hinters Licht führen und nimm das Ganze genauer unter die Lupe, bevor du dich für einen Baukasten entscheidest.

Bei Baukästen gibt es oft auch keine Backup-Funktion und ich habe schon erlebt, dass Baukasten-Seiten vom Anbieter (z.B. durch einen technischen Defekt) gelöscht wurden und der Webseitenbetreiber sie von Punkt 0 an neu aufbauen musste. Solche Fälle sind selten, aber es gibt sie.

Content-Management-Systeme

Ein Content-Management-System oder kurz CMS ist eine Software, die auf Inhalte basiert und die Webseite quasi drum herum baut. Typische CMS sind zum Beispiel WordPress, Drupal oder Joomla. Wenn du dich für ein CMS entscheidest bist du sehr frei in der Auswahl von Design und Funktionen deiner Webseite. Dafür benötigst du allerdings einen Hoster, bei dem du die Technik installierst. Wir werden uns im Laufe des Adventskalenders auf die Erstellung einer Webseite mit dem CMS WordPress konzentrieren, denn hiermit erstelle ich die meisten Kundenprojekte und auch meine eigenen Seiten laufen mit WordPress.

Wichtig bei allen CMS ist, dass es sich meist um eine wachsende Software handelt. Die Entwicklung von CMS liegt meist in vielen Händen. Dadurch werden die Systeme ständig weiterentwickelt und du hast die Möglichkeit Sicherheitslecks und rechtliche Neuerungen selbstständig und zügig zu bearbeiten. Das Wichtige ist allerdings, dass du das auch tust! Du musst also darauf achten, dass die verwendeten Komponenten deiner Seite dann immer möglichst auf dem aktuellen Stand sind. Glücklicherweise lässt sich das z.B. bei WordPress mit wenigen Klicks erledigen.

Preislich gesehen ist es so, dass viele CMS kostenfrei im Internet zu haben sind. Auch viele Designs, Plugins (für Zusatzfunktionen) gibt es kostenfrei. Natürlich gibt es auch kostenpflichtige Varianten, aber wenn du es schaffst, mit den vielen tausenden kostenfreien Möglichkeiten zurecht zu kommen, hast du lediglich die Kosten für das Hosting. Da wir in den weiteren Tagen vorwiegend mit einem CMS arbeiten, werde ich jetzt hier nicht noch ausführlicher

Eigene Programmierung

Vielleicht hast du ja mal mit HTML, CSS & Co. gearbeitet oder kommst vielleicht sogar vom Fach. In diesem Fall kommt natürlich auch eine Eigenentwicklung in Frage. Auch hier brauchst du allerdings einen Webserver, auf dem die Entwicklung gespeichert wird und den Seitenbesuchern ausgeliefert wird. Außerdem bist du in diesem Fall tatsächlich für alle technischen Probleme der Seite allein verantwortlich und musst dich auch allein um Dinge wie Responsive Design etc. kümmern. Du musst selbst Neuerungen bauen und hast keine Möglichkeit, auf Vorgefertigtes zurück zu greifen. Aber individueller geht es eigentlich gar nicht mehr.

Homepage programmieren lassen

Schlussendlich gibt es natürlich auch die Möglichkeit, das einfach alles abzugeben und von jemand anderem erstellen zu lassen. Hier musst du finanziell am meisten investieren, aber hast mit der Technik auch nichts weiter zu tun. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass trotzdem du als Webseitenbetreiber rechtlich haftbar bist. Meist musst du hier auch die Inhalte wie Bilder und Texte zur Verfügung stellen, ein bisschen Arbeiten wirst du also trotzdem müssen 😉

Am besten fragst du vorher ab, mit welcher der 3 voran gegangenen Methoden deine Webseite dann erstellt wird, denn schlussendlich willst du die Seite bei Änderungen ja selbst bearbeiten können. Evtl. ist das nicht möglich, wenn es sich zum Beispiel um eine eigene Programmierung handelt. Dann bist du darauf angewiesen, dass du jede  Änderung von dem Programmierer einarbeiten lassen und diese Arbeit auch individuell bezahlen musst.

Fazit

Letztlich ist es deinem persönlichen Geschmack und deinen technischen Fähigkeiten überlassen, für welche Variante du dich entscheidest. Ich habe für mich und meine Kunden die Erfahrung gemacht, dass CMS ein gutes Mittel darstellen. Man braucht nicht allzu viele Kenntnisse und  die Seite ist trotzdem sehr individuell. Und wusstest du, dass es nicht wenige berühmte und große Seiten gibt, die mit dem CMS WordPress laufen? Einige Beispiele sind die offizielle Webseite Schwedens, Microsoft oder die Walt Disney Company. Genug Grund also, es einmal damit zu versuchen und dem ganzen eine Chance zu geben, meinst du nicht?

Hast du noch grundsätzliche Fragen zu den 4 Möglichkeiten? Dann schreib sie mir gern.

Und morgen legen wir dann mit DEINER Seite los 🙂

Ich freu mich auf dich, bis morgen.

 

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