Türchen 3: Die Domain

von | Dez 3, 2018 | Adventskalender 2018 | 0 Kommentare

So, heute geht es los 🙂

Gestern habe ich dir die technischen Möglichkeiten zum Bau einer Homepage gezeigt. Dabei sprach ich bereits auch kurz über ein Problem, was häufig bei Homepage-Baukästen auftritt, nämlich der fehlenden .DE-Domain in den kostenlosen Tarifen. Ich möchte dir nun erst einmal erklären, was eine Domain ist bevor wir uns überlegen, was die richtige Domain für deine Seite ist und wie du sie bekommst.

Was ist eine Domain?

Die Domain ist die Internetadresse einer Homepage. Diese wird im Internet nur ein einziges Mal in dieser Form vergeben und es ist die Zeichenfolge, die du oben in den Browser eingibst, um eine Webseite aufzurufen. Die Internetadresse wird meistens auch auf Werbematerial wie Flyer oder Visitenkarten gedruckt. Die Domain dieser Seite ist bspw. https://tierisch-selbststaendig.de – beim Aufrufen von Unterseiten, wird ein sogenannter Permalink angehängt. Die einzelnen Teile einer Linkstruktur werden mit / getrennt. Und so kommst du beim Aufruf von https://tierisch-selbststaendig.de/blog/ direkt auf die Übersichtsseite mit all meinen Blogartikeln. Schauen wir uns mal die Einzelteile einer Domain an, diese sind nämlich immer gleich.

https:// – ist die Ansprache des Übertragungsprotokolls. Es gibt hier einmal die unverschlüsselte Variante http:// als auch die verschlüsselte Variante mit https:// . Allerdings sollte in Zeiten der DSGVO und aus allgemeinen Datenschutzgründen in der Regel die verschlüsselte Variante genommen werden. Mittlerweile verhindern einige Browser auch den Aufruf von unverschlüsselten Seiten. Du solltest also von Anfang an darauf achten, deine Seite zu verschlüsseln (mehr dazu in einem späteren Artikel).

www. – In einigen Fällen folgt dann ein www. – allerdings ist das mittlerweile so standardisiert, dass die meisten Browser die Seiten auch ohne diese vorgestellte WorldWideWeb-Ansprache zuordnen können.

tierisch-selbststaendig – hier ist nun der eigentliche Name deiner Seite. Diesen kannst du frei beeinflussen, solltest aber bereits bei der Wahl dieses Namens einige Dinge beachten (siehe unten)

.de – hierbei handelt es sich um die länderspezifische Top-Level-Domain für deutsche Webseiten. Nach .com und .cn sind mit über 16 Millionen die .de-Domains im internationalen Vergleich übrigens auf dem 3. Rang. Weitere Top-Level-Domains sind zum Beispiel .ch (für die Schweiz), .se (für Schweden) oder .uk (für das United Kingdom). Außerdem gibt es noch Top-Level-Domains, die nicht länderspezifisch sind, wie .info, .com oder .biz.

Subdomains

Besonders bei Homepage-Baukästen, die mit kostenlosen Angeboten locken, erhältst du meistens keine Top-Level-Domain, sondern lediglich eine Third-Level- oder auch Subdomain. Bei diesen steht die Subdomain VOR dem Seitennamen, mit einem Punkt getrennt. In der Praxis sähe das z.B. so aus: https://blog.tierisch-selbststaendig.de – der Blogbereich wäre dann eine komplett eigene Seite mit eigener Programmierung, dennoch wäre schnell ersichtlich, zu welchem Hauptprojekt der Blog gehört. Und hier kommen wir auch zum beschriebenen Problem der Homepage-Baukästen. Hast du eine Domain wie https://hundeschule-rostock.baukastenanbieter.de ist für jeden ersichtlich, dass du mit einem kostenlosen Anbieter arbeitest. Was strahlt das aus? Dass dir dein Business nichts wert ist, weil du nicht bereit bist, dort auch nur wenige Euros hin zu investieren (Eine Top-Level-Domain mit .de-Endung kostet dich jährlich gerade einmal 8 €). Außerdem ist solch eine Subdomain natürlich schlechter zu merken,als eine kurze knackige Domain, ohne Baukastenanbieter dabei (die machen auch ohne deine Subdomain schon genug Werbung für sich selbst ;-))

Du solltest also in jedem Fall eine Top-Level-Domain für deine Webseite anstreben. Doch wie findet man da die richtige?

Kriterien bei der Wahl deiner Domain

In den meisten Fällen wird dich deine Domain lange Jahre begleiten, im besten Fall während deiner gesamten Selbstständigkeit. Außerdem ist es das erste, was Google und Co. von deiner Seite sehen. Du druckst sie auf deine Werbematerialien und evtl. sogar auf deine Produkte. Du solltest dir also im Vorfeld gut überlegen, wie sich deine Domain gestalten soll. Hier einige Überlegungen für dich, um deine Domain zu finden:

Wer bist du, was machst du?

Deine Domain sollte gut aussagen können, was du machst und anbietest. Wenn du Hundetraining anbietest, sollte sich das in irgendeiner Weise auch in deiner Domain spiegeln. Also z.B. hundeschule-xyz.de. Vielleicht hast du auch schon eine Idee zu deiner Marke, dann solltest du in jedem Fall versuchen dir den Markennamen als Domain zu sichern. Wenn also dein Name deine Marke repräsentiert, wird das deine Domain. Überlege dir am besten, was die Leute bei Google eingeben, wenn sie auf deine Seite gezogen werden sollen. Normalerweise wird z.B. eine Hundeschule in einem bestimmten Ort gesucht und nur selten nach dem Namen eines Hundetrainers (da dieser dem Suchenden meist noch nicht bekannt ist).

Ä, Ö, Ü und andere Sonderzeichen

Beachte bitte, dass es mit Sonderzeichen wie Ä, Ö und Ü oftmals noch Probleme gibt und diese durch manche Browser falsch ausgegeben werden. In der Funktionalität schränkt das die Seite zwar nicht ein, in der Adresszeile des Browsers steht aber vor der Domain das Präfix xn- und das Sonderzeichen fehlt plötzlich im weiteren Domainnamen. Umgehen kannst du das, indem du auf die internationale Schreibweise der Sonderzeichen ausweichst, also ae für ä, oe für ö, ue für ü, ss für ß und so weiter.

Groß- und Kleinschreibung

Es spielt keine Rolle, ob du in deiner Domain Groß- oder Kleinbuchstaben nutzt, ob du nun https://tierisch-selbststaendig.de oder https://Tierisch-Selbststaendig.de in die Adresszeile des Browsers eintippst, du kommst auf diesselbe Seite.

Länge

Die Domain deiner Webseite sollte einprägsam sein. Technisch gesehen ist es egal, ob die Domain aus 2 oder 315 Zeichen besteht, jedoch solltest du die Domain gut kommunizieren können und 315 Zeichen machen sich auf Visitenkarten einfach nicht so gut.

Domainrecht

Abschließend müssen wir uns nochmal kurz um das Domainrecht kümmern. Hier gibt es 3 Grundsätze, die wichtig sind.

  1. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
    Eine Domain gehört dem, der sie zuerst registriert. Wenn du eine Domain registrierst (das geht ja nur, wenn kein anderer sie registriert hat) darfst du sie auch nutzen und zwar so lange, bis jemand anderes kommt und höhere Ansprüche – die sich vor allem aus Kennzeichnungs- und Namensrecht ergeben –  anmeldet. 
  2. Keine geschützten Bezeichnungen
    Um zu verhindern, dass deine Wunschdomain gegen Kennzeichnungs- und Namensrecht verstößt, musst du das vorher prüfen. Nicht nutzen solltest du in deiner Domain Markennamen (z.B. Coca Cola), Namen von Prominenten, Namen natürlicher Personen (außer es ist dein eigener Name), Städte- und Behörennamen, Gattungsbegriffe (tierarzt.de könnte zum Beispiel wettbewerbswidrig sein) und Tippfehler-Domains (z.B. Rüters-dogs.de)
  3. Deine Domain kann aus folgenden Bestandteilen bestehen: Eigener Name, Unternehmensname, Fantasiebezeichnung, Gattungsnamen (nur, falls dieser nicht gegen Wettbewerbsrecht verstößt)

Verfügbarkeit prüfen

All diese Dinge helfen dir dabei, die für dich und dein Business richtige Domain zu finden. Da Domains einzigartig sind, musst du natürlich noch prüfen, ob deine Wunschdomain noch frei ist. Das kannst du für deutsche Webseiten auf der deutschen Registrierungsstelle für Webseiten tun. Dort musst du nur eine Domainabfrage starten und kannst direkt sehen, ob die Domain schon frei ist.

Also – deine heutige Aufgabe:

Mach dir Gedanken über dich und dein Business und finde die für dich richtige Domain. Mit dieser werden wir uns morgen einen Hoster suchen, bei dem die Seite später auf dem Server liegen soll.

Hast du eine Frage zum Thema Domains? Dann hinterlasse mir doch gern ein Kommentar 🙂
Ansonsten freue ich mich, wenn wir uns morgen wieder an dieser Stelle lesen.

DISCLAIMER - Werbung möglich

Meine Blogartikel enthalten u.U. Verlinkungen zu fremden Angeboten oder berichten über Angebote Dritter. Diese Links sind ohne Aufforderung der Verlinkten gesetzt worden. Durch die Nennung der Namen kann dieser Artikel als "werbend" eingestuft werden. Durch die Nennung und Verlinkung anderer Anbieter erhalte ich keinerlei finanzielle oder materielle Vorteile. Eine Ausnahme hiervon stellen Links dar, die mit einem (*) gekennzeichnet sind. Hierbei handelt es sich um Affiliate-Links. Wird über einen solchen Link ein Kauf oder eine Mitgliedschaft bei dem betreffenden Anbieter getätigt, erhalte ich eine Provision. Diese kann finanziell, materiell oder auch eine Verlängerung/Aufwertung meiner Mitgliedschaft entsprechen. Dem "Link-Folger" entstehen hierdurch keine zusätzlichen Kosten oder Nachteile.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge

 

Eintragung ins EU-Business-Register gefällig? Ähm…NÖ!

Meine Blogartikel enthalten u.U. Verlinkungen zu fremden Angeboten oder berichten über Angebote Dritter. Diese Links sind ohne Aufforderung der Verlinkten gesetzt worden. Durch die Nennung der Namen kann dieser Artikel als "werbend" eingestuft werden. Durch die...

mehr lesen

„Hilfe, mein Blog stockt!“ – Ende der Blogpause

Heute gibt es mal wieder einen Beitrag, der so halb-persönlich wird. Halb deswegen, weil ich den Blog beruflich betreibe, er aber oft auch in mein Privatleben greift, denn ich schreibe grundsätzlich gern. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, sind nun aber bereits über...

mehr lesen