Türchen 4: Das Hosting

von | Dez 4, 2018 | Adventskalender 2018 | 1 Kommentar

Na, hast du deine Wunschdomain schon gefunden und geschaut, ob sie noch verfügbar ist? Wenn ja, super, wenn noch nicht, ist es aber auch nicht so dramatisch, das kommt noch.

Das Hosting

Wir gehen heute schonmal einen wesentlichen Schritt weiter. Egal, für welche Möglichkeit deiner Homepage du dich entschieden hast, irgendwo muss diese Webseite gespeichert und möglichst durchgängig für Seitenbesucher abrufbar sein. Sofern du ein Technik-Guru bist, bist du vielleicht selbst in der Lage einen eigenen Server von zu Hause aus zu betreiben. Hier bist du dann jedoch gänzlich allein für Erreichbarkeit, Sicherheit und Technik verantwortlich. Das geht dann nochmal weit über die Programmiersprachen hinaus und sollte deswegen nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn du wirklich fit bist in Hard- und Software.

Sofern du dich nicht angesprochen gefühlt hast, bleibt dir noch, auf einen Webhosting-Anbieter zurück zu greifen. Bei diesen Diensteanbietern kannst du dir Speicherplatz auf Servern mieten, du sparst dir also den ganzen Hardwarekram und kommst trotzdem im den Genuss einer stabil und sicher laufenden Webseite.

Welcher Hosting-Anbieter ist der richtige?

Zu allererst: Es gibt nicht DEN einen perfekten Hoster, es kommt ganz auf dein Projekt an, welcher Hoster für dich passend ist. Webseiten unterscheiden sich vor allem in der verwendeten Technik, dem geschätzten Besucheraufkommen (Traffic) und in der Größe des benötigten Speicherplatzes. Für ein lokales Geschäft benötigt man selten dieselben Voraussetzungen wie für ein weltweit agierendes Unternehmen mit mehreren Standorten und einem integrierten Kunden-Management-System.

Grundsätzlich kann man natürlich auch das Hosting auf die Spitze treiben, aber seien wir mal ehrlich – warum für ein teureres Hosting-Produkt zahlen, von dem man nur einen minimalen Bruchteil nutzt? Natürlich weißt du beim Erstellen noch nicht, wie „groß“ dein Projekt am Ende sein wird. Deswegen schauen wir uns gleich noch mal ein paar Mindestanforderungen, speziell von WordPress an. Aber grundsätzlich empfehle ich bei Beratungen hinsichtlich des Hosters nach dem Sprichwort „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ zu gehen. Upgraden kann man bei den meisten Anbietern jederzeit und wenn du ein CMS oder eine selbstprogrammierte Seite nutzt, ist auch ein Umzug zu einem anderen Hosting-Anbieter möglich (im Unterschied zu den Baukästen). Trotzdem gibt es ein paar allgemeine Empfehlungen, auf die du beim Vergleich der Anbieter achten solltest:

  • erfüllt der Hoster die Anforderungen an die Website-Software (s.u. für WordPress)
  • erfüllt der Hoster die Anforderungen der DSGVO (z.B. Serverstandort , wird ein AV-Vertrag angeboten?)
  • Bereitstellung einer (kostenlosen) SSL-Verschlüsselung
  • Bereitstellung einer (kostenlosen) Top-Level-Domain (.de)
  • Bereitstellung E-Mail-Postfach (Postfachgröße)
  • Bereitstellung Datenbanken
  • Speicherplatz (speziell wenn du im Fotografiebereich unterwegs bist, benötigst du durch die Bilder mehr Speicherplatz)
  • FTP-Zugang
  • Backups
  • Support-Möglichkeiten

Beispiel: Voraussetzungen für eine WordPress-Installation

Aktuell werden für WordPress folgende Mindest-Voraussetzungen auf der offiziellen Seite genannt:

PHP: mind. Version 7.2 und höher
MySQL: Version 5.6 oder höher
HTTPS-Unterstützung

All diese Daten kannst du meist auf den Internetseiten der Hoster unter den angebotenen Webhosting-Paketen oder in den FAQ-Bereichen abfragen. Heutzutage gibt es aber kaum noch Hosting-Anbieter in Deutschland auf denen eine WordPress-Installation nicht möglich ist. Viele Hoster bieten mittlerweile sogar eine 1-Klick-Installation für WordPress und andere Programme an.

Beispiele Hosting-Anbieter

Ich persönlich arbeite sehr gerne mit dem Anbieter Campusspeicher(*). Dort liegen all meine eigenen Seiten und auch ein Großteil meiner Kundenseiten. Es ist ein relativ kleiner Anbieter, der jedoch für kleinere Projekte völlig ausreicht. Ich hatte dort selbst jahrelang das kleinste Paket und habe irgendwann nur aufgrund der Seitenzahl upgraden müssen. Und auch meine Kundenseiten kommen zu einem Großteil mit einem der beiden kleinsten Pakete aus. Das kleinste Paket startet dort mit einem Monatspreis von 2,95 €.  Für diesen Adventskalender werde ich mit Campusspeicher arbeiten, wenn ich also Screenshots vom Hoster poste, beziehen sich diese auf Campusspeicher. Doch auch bei den anderen Hostern solltest du all diese Punkte finden können.

Ein weiterer Hosting-Anbieter, auf dessen Server ich einige Kundenseiten betreue ist All-Inkl. Dieser Anbieter spielt was die Sicherheit angeht in einer ganz anderen Liga, das macht schon das 3-geteilte Administrationspanel deutlich. Das hat aber auch seinen Preis und so startet dort das kleinste Paket bei 4,95 €. Möchte man ein SSL-Zertifikat dabei haben (und dieses benötigst du, um der DSGVO Rechnung zu tragen), muss man mindestens das zweitkleinste Paket mit 7,95€/Monat buchen.

Weitere Hosting-Anbieter sind z.B.

One.com
Hosteurope
Mittwald
WebGo
Strato
1&1
DomainFactory

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig und soll auch keine Wertungsskala sein. Es ist ähnlich wie bei Ärzten, bei jedem gibt es Patienten (Kunden) die drauf schwören, während andere extrem schlechte Erfahrungen gemacht haben. Schau dir in Ruhe die Angebote der Anbieter an (einige bieten auch einen kostenlosen Test an, das sollte aber kein Kriterium sein) und suche den zu dir und deinem Projekt passenden und das passende Paket heraus.

Beispiel Anmeldung Campusspeicher

Ich zeige dir einmal in den Einzelschritten, wie die Anmeldung bei Campusspeicher funktioniert. ähnlich funktioniert sie auch bei anderen Webhosting-Anbietern. :

1. Passendes Paket auswählen:

 

2. Domain festlegen (wenn du schon eine gefunden hast)

3. Deine Daten eingeben (natürlich bestellst du als Firma, nicht als Privatperson)

 

Im letzten Schritt erhältst du eine Auflistung deines gebuchten Paketes und die Möglichkeit kostenpflichtig zu bestellen

 

Meist dauert es nach der Anmeldung einige Stunden, bis dein Account eingerichtet ist. In der Zwischenzeit kannst du dich direkt um den Abschluß eines Auftragsverarbeitungs-Vertrages kümmern. Die meisten Hoster haben dafür bereits Muster im internen Bereich hinterlegt. Bei Campusspeicher kannst du den AV-Vertrag unter dem Menüpunkt „Kundenkonto“ abschließen. Warum der AV-Vertrag wichtig ist und worauf du dabei achten solltest, kannst du hier nachlesen.

Anschließend lassen wir den Hoster erst einmal dein Paket einrichten und kümmern uns morgen um die Verschlüsselung deiner Wunschdomain.

Hast du bis hierhin Fragen oder Probleme? Dann schreib sie mir unbedingt in die Kommentare und ich werde versuchen, sie dir zu beantworten.

Bis morgen 🙂

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1 Kommentar

  1. Liebe Susann, vielen Dank für die tollen Tipps. Du erklärst alles super-verständlich. Liebe Grüße Monika

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