Türchen 7: WordPress installieren, Ersteinrichtung, Coming-soon-Seite

von | Dez 7, 2018 | Adventskalender 2018 | 4 Kommentare

Willkommen zurück 🙂
Heute wird’s endlich technisch und ich freue mich richtig, RICHTIG drauf, denn wenn du die heutigen Schritte gemacht hast, wirst du Tag für Tag die Entstehung deiner Seite SEHEN können. Ich hoffe du bist genauso gespannt, wie ich, was am Ende alles gezaubert wird. 

WordPress installieren

Wir starten direkt in die Vollen und installieren uns als allererstes einmal die Software WordPress auf unserer Seite. Beim Artikel zu den Hostern habe ich schon erzählt, dass mittlerweile viele Hoster (z.B. auch Campusspeicher(*)) die Möglichkeit einer 1-Klick-Installation anbieten. Das ist natürlich das einfachste Unterfangen. Sollte dein gewählter Hoster das nicht anbieten, musst du die folgenden Schritte durchführen:

1.) gehe auf WordPress.org und lade dir dort die aktuelle Version von WordPress herunter (nicht wundern, es handelt beim ersten Bild um einen alten Screenshot, die aktuelle Version von WordPress hat die Versionsnummer 4.9.8) und entpacke diese in einen eigenen Ordner. Du erhältst dann den Ordner wordpress mit 3 Unterordnern (wp-admin, wp-content, wp-includes) und mehreren Dateien.
2.) Logge dich bei deinem Hoster ein. Du musst nun eine neue MySQL-Datenbank erstellen. Suche also nach dem Menüpunkt MySQL oder Datenbank und erstelle eine neue Datenbank. Notiere dir den Datenbanknamen, Nutzernamen und das Passwort, das brauchen wir gleich noch mal.
3.) Verbinde dich mit einem FTP-Programm (z.B. FileZilla) mit dem Server deines Webhosters (dafür zum Beispiel ist der FTP-Zugang, den ich bei den Hosting-Voraussetzungen mit aufgeführt habe ;-))
4.) Suche das Verzeichnis, in dem deine Webseite liegt und verschiebe den Inhalt deines lokalen wordpress-Ordners in dieses Verzeichnis. Das funktioniert per Drag & Drop ganz simpel, du musst nur darauf achten, dass du wirklich nur den Inhalt des wordpress-Ordners verschiebst, nicht den wordpress-Ordner als solchen.
5.) Wenn das geklappt hat, siehst du beim Aufrufen deiner Domain die berühmte 5-Minuten-Installation von WordPress vor dir. Diese gehst du nun Schritt für Schritt durch. Dort benötigst du dann auch die Datenbank-Daten, die du dir vorhin notiert hast.
6.) Fertig, WordPress wird installiert 🙂

Wenn dein Hoster, eine 1-Klick-Installation anbietet, kannst du auch diese verwenden. Bei Campusspeicher zum Beispiel muss ich nur im Control Panel die entsprechende Seite auswählen und kann dann direkt darüber WordPress installieren.

Bei der 1-Klick-Installation wird dir meist angeboten, gleich einige Plugins mit zu installieren. Ich empfehle dir, dies abzulehnen (die Plugins sind nicht für die Funktionalität notwendig und somit im besten Fall unnötiger Mehrballast der Installation). Anschließend wirst du entweder direkt eingeloggt oder du musst dich noch mal über einen Anmeldebutton einloggen, um ins WordPress-Dashboard zu kommen.

Wichtig: Das was du hier siehst, ist das sogenannte Backend von WordPress. Deine Seitenbesucher sehen im Gegenzug dazu immer nur das Frontend der Seite, das hier ist deine Kommandozentrale.

Ersteinrichtung von WordPress

Wir machen direkt weiter, denn jetzt, da Inhalte auf deiner Webseite sichtbar sind, sollten wir das ganze direkt mal anpassen. Mein Hoster hat über die 1-Klick-Installation schon einiges vorgegeben, wir gehen mal die wichtigsten Sachen durch. 

Wir haben bei WordPress standardmäßig oben links eine schwarze Leiste, die man Admin-Menü nennt. Dazu kommt im linken Bereich (ebenfalls schwarz hinterlegt) ein Menü, dass dich durch die verschiedenen Aspekte deiner Seite führt und rechts oben im schwarzen Bereich nochmal das Nutzermenü.

Direkt ins Auge springt der rote Kreis mit der 1 drin neben dem Wort Aktualisierungen. Oben in der schwarzen Leiste steht auch nochmal eine 1 mit 2 Pfeilen, die einen Kreis bilden. Beide machen mich darauf aufmerksam, dass ein Update zur Verfügung steht und da Updates wichtig ist, machen wir das direkt als erstes – wir klicken mal auf Aktualisierungen oder auf den Kreis mit den Pfeilen. 

Aha, nur eine Übersetzungsdatei (alles andere wäre auch merkwürdig, ist ja noch nichts weiter drauf auf der Seite ;-)). Zum Aktualisieren musst du nur den Button anklicken. Zu einem späteren Zeitpunkt des Adventskalenders werde ich nochmal spezieller auf Aktualisierungen eingehen, für jetzt reicht es, wenn wir einfach nur aktualisieren. 

Jetzt möchte ich dir kurz die Menüpunkte in der Seitenleiste erklären, damit du schonmal eine grobe Ahnung von der Struktur hast. Momentan haben wir nur die Menüpunkte, die WordPress von Haus aus mit bringt. Wenn wir nachher mit Plugins arbeiten kann es sein, dass dort noch ein paar Punkte hinzukommen. Aber hier erstmal der Grundstock:

Dashboard – enthält die Startseite des Backends und die Aktualisierungsseite. Sofern Aktualisierungen notwendig sind, werden dir diese dort direkt angezeigt.

Beiträge – sofern du dich dafür entscheidest, einen Blog zu machen (SEO-technisch sehr empfehlenswert!) findest du hier die Übersicht der vorhandenen Beiträge (es gibt standardmäßig einen installierten Beitrag) und die Möglichkeit neue Beiträge zu erstellen

Medien – hier kommst du zu einer Übersicht der Mediendateien (z.B. Bilder, PDFs, Videos und Audiodateien) und hast auch die Möglichkeit, welche hochzuladen.

Seiten – da findest du später alle Seiten und Unterseiten, die du erstellt hast. Du kannst dort auch neue Seiten anlegen

Kommentare – sofern du eine Kommentarfunktion (z.B. für Blogbeiträge) nutzen möchtest, findest du dort alle Kommentare

Design – Einstellungen der Darstellung, Themeauswahl 

Plugins – Übersicht der verwendeten Plugins, Möglichkeit neue Plugins zu installieren

Benutzer – Benutzerkonten

Werkzeuge – Importieren und Exportieren von Seiteninhalten. Außerdem findest du hier einige Werkzeuge, die du brauchst, wenn ein Nutzer später mal eine DSGVO-Auskunft anfordert

Einstellungen – Grundeinstellungen

Auf die meisten dieser Punkte greifen wir in den nächsten Tagen nochmal zurück, aber jetzt hast du schon mal eine ungefähre Ahnung, was da steht. Für die Ersteinrichtung schauen wir uns jetzt mal den Menüpunkt Einstellungen an. 

Hier kannst du den Titel deiner Seite, einen Untertitel, eine Administrations-Mailadresse, Zeitzone (wenn du die Zeitzone nicht weißt, kannst du auch den Ort „Berlin“ für Deutschland eintippen, Winterzeit/Sommerzeit wird dann automatisch eingestellt, das gewünschte Datums.. und Zeitformat eintragen. Außerdem, ob es möglich sein soll, sich zu registrieren. Das macht für unsere Seite keinen Sinn, denn wir wollen im Moment keinen Mitgliederbereich anlegen. Bitte nicht ändern sollst du die URLs, wenn du hier was falsch einträgst, kann es sein, dass du dich nicht mehr einloggen kannst. 

Die Einstellungen für Schreiben können wir erst einmal vernachlässigen. Dort kannst du beispielsweise an eine eigens dafür gedachte Mailadresse (diese solltest dann aber auch nur du kennen) Beiträge senden, die dann automatisch veröffentlicht werden. 

Unter der Einstellung Lesen kannst du einstellen, welche Seite dem Seitenbesucher beim Betreten der Seite angezeigt werden soll. Da wir bisher keine Seiten angelegt haben (machen wir im nächsten Schritt), können wir hier noch nichts verändern. Außerdem kannst du hier die Indexierung der Seite durch Google verhindern, es liegt aber an Google, ob das auch tatsächlich umgesetzt wird.

Sofern du später Artikel schreiben möchtest, die kommentiert werden können, ist für dich die Einstellungsseite zur Diskussion noch relevant. Ich empfehle dir, Kommentare erst manuell freizuschalten. Ein ganz wichtiger Punkt ist noch unten auf der Seite zu finden, nämlich die Avatare. WordPress arbeitet hier mit dem Dienst Gravatar zusammen, aber aufgrund der DSGVO ist das sehr umstritten. Daher habe ich bei meinen Seiten die Nutzung von Avataren durchgängig deaktiviert und empfehle das auch derzeit meinen Kunden. 

Die Medien-Einstellungen spielen erst einmal keine Rolle.

Die Permalinkstruktur ist noch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung, diese stelle ich immer auf den vorletzten Punkt Beitragsname

Unter Datenschutz kannst du die Seite eintragen, auf der später die Datenschutzerklärung liegen soll.

Deine erste (Coming-soon)-Seiten

Nun legen wir aber endlich los. Zu allererst brauchen wir eine Seite für das Impressum und eine Seite für die Datenschutzerklärung. Dafür gehen wir auf den Menüpunkt Seiten und erstellen eine neue Seite.

Als Seitentitel tragen wir Impressum ein. Darunter findest du ein Editor-Feld. Öffne nun dein gestern erstelltes Impressum und füge das im Editor-Feld ein. Du hast die Wahl zwischen dem standardmäßig eingestellten visuellen Editor und dem Text-Editor, falls du dein Impressum als HTML-Datei vorliegen hast. Wenn du das Impressum eingefügt hast, klickst du auf den blauen Button „Veröffentlichen“. 
Dasselbe machen wir jetzt noch mit der Datenschutzseite – also Seite erstellen, als Titel Datenschutz oder Datenschutzerklärung und die gestern erstellte Datenschutzerklärung einfügen und Veröffentlichen. 

Damit hast du schon mal 2 extrem wichtige Seiten angelegt. 

Nun brauchen wir eine Coming-soon-Seite, die wir quasi vor die Seite schalten, um den Seitenbesucher darüber zu informieren, dass die Seite sich noch im Aufbau befindet. Hierfür benötigen wir ein Plugin. 

Wir gehen also im Menü auf den Eintrag Plugins und dort auf Hinzufügen bzw. Installieren

Oben rechts findest du ein Suchfeld. Du kannst dort Maintenance oder Coming-soon eingeben und bekommst dann passende Plugins aufgelistet. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Coming-Soon-Page & Maintenance Mode by SeedPro gemacht und wähle daher das aus. 

Du musst lediglich beim Plugin deiner Wahl auf „Jetzt installieren“ klicken. Sobald es installiert ist, heißt der Button dann „Aktivieren“ und auch das bestätigen wir mit einem Klick.

Anschließend werden wir direkt auf die Einstellungsseite des Plugins geleitet. Der Wartungsmodus ist noch deaktiviert. Unten im Editor können wir einen beliebigen Text hinterlegen. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Verlinkung von Impressum und Datenschutzseite. 

 

Impressum und Datenschutz verlinken

Um Impressum und Datenschutz zu verlinken, geben wir ins Editorfeld und tragen dort Impressum und Datenschutz als Text ein. Anschließend markieren wir das Wort Impressum und klicken auf das kleine Kettensymbol am oberen Rand des Editors. Wenn du jetzt auf das markierte Wort Impressum klickst, erscheint eine kleine Box. Dort hinein kannst du entweder die URL eintragen oder (wenn es um eine deiner seiten geht, du tippst einfach „Impressum“ ein, dann listet er dir die entsprechenden Seiten auf. Du klickst die entsprechende Seite an und klickst auf den kleinen blau unterlegten Button mit dem Pfeil. Fertig. Dasselbe machst du jetzt noch mit dem Wort Datenschutz.

Wenn du das geschafft hast, gehst du über das Editorfeld und stellst den Status auf Coming-soon-Modus aktivieren. Anschließend speicherst du alles ab. Nun sieht es für Besucher deiner Seite so aus:

Der Trick dabei ist, dass DU Deine Seite, wenn du eingeloggt bist, ganz normal siehst und daran arbeiten kannst. Rechtlich ist es so auch okay, denn sowohl die Impressumsseite als auch die Datenschutzseite können erreicht werden. Sie sehen zwar noch nicht hübsch aus, aber das kommt später.

Was wir jetzt noch schnell machen, ist, dass wir Impressum und Datenschutz auch von diesen Seiten aus erreichbar machen (keine Angst, das ist das Letzte für heute, ich weiß, es war heute viel ;-)).

Ein Widgetbereich erstellen

Dafür eignet sich am besten der Footer-Bereich eines Themes. Das ist der Bereich ganz unten auf einer Seite. Wenn du im Menü unter Design den Customizer anwählst, gelangen wir in eine neue Oberfläche, wo wir auch den Footer bearbeiten können. In aller Regel wird das es sich bei dem aktiven Theme um TwentySeventeen handeln

Wir werden später noch mit dem Customizer arbeiten, daher führe ich dich jetzt nur an die Stelle, an die wir hin wollen. Klicke im linken Menü auf Widgets, anschließend auf Footer1 oder Footer2. Dann klicke auf den Button Widgets hinzufügen. Es erscheint eine Auswahl möglicher Widgets, du suchst dir bitte Text aus der Liste heraus und klickst das an. Anschließend öffnet sich im grauen Bereich ein kleiner Editor. Dort trägst du nun dasselbe ein, wie im Editor eben (Impressum, Datenschutz) und verlinkst die Seiten wieder über das Kettensymbol. Wenn du das geschafft hast und mal im Bereich der sichtbaren Seite nach unten scrollst, kannst du dein eben angelegtes Widget direkt sehen. Bist du damit zufrieden klickst du in der grauen Leiste oben rechts den blau hinterlegten Button Veröffentlichen. Damit wird das ganze gespeichert und ist auch für Besucher der beiden Seiten sichtbar.

Damit ist jetzt sicher gestellt, dass auch auf den Seiten für Impressum und Datenschutz die jeweils andere Seite verlinkt ist. 

Das reicht jetzt aber auch für heute. In den nächsten Tagen machen wir ganz viel zum Thema Inhalte und Design. Wenn du möchtest surf‘ doch schon mal durchs Netz und such dir ein paar Inspirationen auf anderen Webseiten. Was findest du gut, was gefällt dir gar nicht? Je klarer deine Vorstellung von deiner zukünftigen Webseite ist, desto besser. 

Wenn du bis hierhin Fragen hast, schreib mir gerne eine Nachricht. 

Wir lesen uns morgen 🙂

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4 Kommentare

  1. Super Erklärung, alles gut geklappt nur die links auf der coming Sion Seite sind nicht klickbar, obwohl ich die sogar mehrfach neu angelegt habe … irgnedwas mach ich falsch 😩

    Antworten
    • Hallo liebe Petra,
      danke für deine Nachricht. Ich habe nach dem Update auf WordPress 5.0 dasselbe Problem, gehe also stark davon aus, dass das Plugin jetzt alle anderen Seitenaufrufe blockiert (war vorher nicht der Fall)

      Um rechtlich auf sicherer Seite zu sein, kannst du Impressum und Datenschutzerklärung direkt AUF der Coming-Soon-Seite veröffentlichen. Das sieht zwar nicht so schick aus, aber für den Anfang genügt das.

      Antworten
  2. Danke…. also einfach den kompeltten Text da rein Kopieren ? mach ich dann wohl so!

    Antworten
    • Genau, um 100% rechtliche Sicherheit zu haben, würde ich das so handhaben in diesem Fall 🙂 Ist ja nicht für lange.

      Antworten

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