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Wohin mit dem Blog?

von | Dez 10, 2017 | Allgemein, Einfach für dich | 0 Kommentare

Kurz vor dem Jahreswechsel bin ich nun soweit, dass ich alle alten Blogartikel vom alten Blog hier auf die neue Seite integriert habe. Und so langsam kann ich auch wieder darüber nachdenken, wie es mit dem Blog denn eigentlich weiter gehen soll. Wahrscheinlich ist dir nicht entgangen, dass der letzte Blogartikel schon (wieder) eine ganze Weile her ist – recht hast du!
Die Gründe für meine selbstgewählte Blogpause sind sehr vielfältig. An Themen mangelt(e) es mir nie, das Gegenteil ist der Fall.

Gründe gibt es viele…

Ich denke, ich bin ein unheimlich universell interessierter Mensch, ich habe meine Themen, die mich zwar immer begleiten, innerhalb dieser Themen wechseln aber gerne mal die Schwerpunkte. Wollte ich mich gestern noch an neuen Tutorials für Photoshop versuchen, läuft mir heute ein toller Artikel über Webseiten-Programmierung durch meinen Newsfeed und macht Lust, spontan das gelesene auszuprobieren. Es fällt mir also (bei meinen eigenen Projekten) manchmal ganz schön schwer, da am Ball zu bleiben.

Und so habe ich hier auf dem Schreibtisch diverse eigene Projekte, Kursunterlagen und ungelesene (Fach-)Bücher und warten traurig darauf, mein Interesse wieder anzustacheln. Genau dasselbe ist es mit dem Blog. Ich bin (manchmal zu meinem Leidweisen) nicht nur eine hochsensible Person sondern außerdem noch eine Perfektionistin. Am liebsten würde ich nur perfekte Arbeiten abliefern und zwar in allen Punkten von A bis Z. Und genauso perfekt möchte ich am liebsten auch all meine Blogartikel für euch abliefern. Immer die wichtigsten Neuigkeiten aus „meinen“ Themen, immer perfekt formuliert und nach allen Regeln der (SEO-)Kunst für euch mit aufbereitet und mit perfekten Bildern versehen. Das ganze dann zur perfekten Zeit für euch auf die Facebook-Seite gestellt usw.

Nun habe ich aber in den letzten Monaten erkannt, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist, wenn mal was nicht perfekt läuft. Natürlich ist es mir wichtig, dass meine Kunden mit meiner abgelieferten Arbeit zufrieden sind, aber wichtig ist es auch, dass ich selbst mit mir zufrieden bin. Und das auch, wenn mal nicht alles komplett perfekt läuft. Das jedoch fällt mir unheimlich schwer. Ich habe von Kindesbeinen an eingetrichtert bekommen, perfekt sein zu müssen bzw. sollte nach außen hin eine perfekte Familie erstrahlen. Das hat langfristig einen ungeheuer großen Druck erzeugt, der letzten Endes dazu geführt hat, dass ich tatsächlich zwar für viele Projekte Feuer und Flamme bin, mich dann aber nicht an die Umsetzung traue – aus Angst, dass ich es eben nicht perfekt umsetzen kann.

Lebe lieber unperfekt?

Mich bewusst „unperfekt“ zu zeigen, war das große Erlebnis der letzten Monate bzw. des letzten Jahres. Und tatsächlich habe ich viele Menschen um mich herum verloren. Nicht, weil ich nicht perfekt bin, sondern weil ich angefangen habe, zu meinen Schwächen zu stehen und auch andere mit ihren Schwächen zu konfrontieren. Mein im Januar verstorbener Kater Leo gab mir während einer Tierkommunikation (wenn man es denn so nennen möchte, es war nicht nach den klassischen Richtlinien, aber ich habe erkannt, dass ich es auch durchaus so kann, vielleicht durch die Hochsensibilität) einen Rat mitgegeben: „Sei mutig“. Das war das vielleicht wichtigste, was mich die Zeit mit Leo gelehrt hat. Und so werde ich in kleinen Schritten ganz langsam mutiger und gehe offener mit meiner Unperfektheit um.

 

Die neue Webseite ist noch nicht fertig, weil ich bis vor kurzem nach dem perfekten Konzept mit den neuesten Standards, Richtlinen und Suchmaschinen-Empfehlungen gesucht habe. Leo hätte gesagt: „So what? Mach doch einfach!“ Und er hat recht. Wahrscheinlich nur durch meinen plötzlichen Spleen, die Reichweiten-Challenge zu verbreiten, habe ich dafür eine Seite fertig gemacht. Kurz nachdem dieser erste Schritt gegangen war, entstand daraus das neue Logo, das neue Konzept zur Homepage-Wartung und nach und nach das Layout für den Blog und die anderen Seiten.

 

Nein, natürlich ist die Seite noch nicht fertig und deshalb ist auch nach wie vor die andere Seite zu erreichen. Aber ein Anfang ist gemacht und darauf wird aufgebaut. Nicht jeden Tag, aber immer mal wieder. Auch das habe ich in den letzten Monaten gelernt, es bringt mich überhaupt nicht weiter, mir im Zeitdruck solche Projekte aus dem Ärmel zu schütteln – nur weil es jetzt sein müsste. Es wird dann einfach nichts.

Und so gehe ich bewusst mit einer unperfekten neuen Homepage online und lasse alle Ratschläge in Hinblick auf SEO & Co. erst einmal links liegen. Doch gleichzeitig stellt sich in Bezug auf den Blog auch die Frage, wohin sich dieser entwickeln soll. Bei der Integration der vorhandenen Blogartikel stöberte ich mich durch diverse Anleitungen, Persönliches, Technisches und allerlei anderem. Ich finde das eigentlich schön gemischt, aber irgendwie passt mir das zu enge Kleid noch nicht. Und so werde ich in Zukunft vielleicht auch mal darüber schreiben, was für ein Mist es für die Selbstständigkeit ist, wenn die Kinder Ferien haben und sich zu Hause langweilen – vielleicht fallen mir ja sogar noch ein paar Tipps ein. Oder mit welchen fixen Rezepten man es trotz Selbstständigkeits-Stress schafft, was leckeres für die Familie auf den Tisch zu zaubern. Es gibt einfach zu viel, was mir den lieben langen Tag im Kopf herum spukt.

Natürlich hoffe ich, dass ich euch damit in Zukunft nicht langweile, wenn ich immer mal wieder so einen Artikel einstreue, aber was raus muss, muss raus und ehrlich gesagt habe ich derzeit keine große Lust noch eine weitere Seite für solchen Kram zu machen. Vielleicht unterteile ich den Blog dann auch noch einmal, mal sehen, was mir in den Kopf kommt.

Ein großes Vorhaben für das neue Jahr wird es sein, mein gesamtes Leben etwas mehr Struktur zu geben, sowohl im Business als auch privat an meiner Disziplin und dem Dranbleiben zu arbeiten. Hierfür werde ich mal die Methode des Bullet Journals testen – ob’s was für mich ist, weiß ich noch nicht, aber zumindest habe ich hier schon den Mut gefunden, Seiten zu gestalten, die vielleicht am Ende nicht perfekt sind und so gar nicht dem entsprechen, was ich mir vorher überlegt hatte.

Übrigens – je öfter ich mich an diese Unperfektheit herantraue, desto mehr Spaß macht mir das ganze und plötzlich werden die Sachen besser und besser. Das macht natürlich Sinn, denn nur in Dingen, in denen man sich übt, kann man sich verbessern und es ist schließlich noch niemand perfekt vom Himmel gefallen. Aber was der Kopf weiß ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit dem, was einem das Gefühl vorgibt. Alles also gar nicht so simpel, wie es immer scheint.

Aber um den nächsten Schritt zur bewussten „Unperfektheit“ zu wagen, werde ich nun diesen Artikel gleich veröffentlichen, ohne ihn wieder und wieder zu bearbeiten, umzuformulieren und zu korrigieren – sonst wird er nämlich nie veröffentlicht.

Ich wünsche dir alles Liebe und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
 

Deine Susann