Wie du in einem Jahr 1378 Euro sparst

von | Jan 5, 2019 | Allgemein | 0 Kommentare

Sparen macht Sinn

Vor einem Jahr startete ich eine persönliche Spar-Challenge. Sparen ist für mich persönlich ein wichtiges Ziel und es sollte auch eines deiner Ziele sein, denn leider leben wir in einer Welt, in der Geld durchaus eine existenzielle Rolle spielt. Und leider gibt es immer wieder Situationen, die einen finanziell schnell an die Grenzen bringen können, besonders dann, wenn man selbstständig ist und über kein Zusatzeinkommen verfügt. Es gibt die verschiedensten Gründe für ungeplante Mehrausgaben, z.B. eine Autoreparatur (oder -Neuanschaffung), eine kaputte Waschmaschine (2018 erlebt), eine Erkrankung und damit einhergehende fehlende Einnahmen oder teure Tierarztbesuche. Geplant ist sowas ja nie, und doch scheint es, als würden diese Dinge immer in den unpassendsten Momenten passieren (bei mir passiert sowas ja gern, entweder vor der Umsatzsteuerzahlung oder vor irgendwelchen Familienfeiern…) Da ist es gut, sich ein kleines finanzielles Polster zu schaffen, was in solchen Situationen auffängt. Natürlich kann man auch auf ein festes Ziel wie zum Beispiel eine Reise hinsparen. Die meisten von uns werden jedenfalls größere ungeplante Ausgaben oder eine kostspielige Urlaubsreise nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln können. 

Bis vor einem Jahr habe ich sehr ungeplant gespart und es blieb eigentlich kaum was hängen. Vor einem Jahr entdeckte ich dann die Spar-Challenge, die ich dir jetzt vorstellen werde. Ich habe sie etwas abgewandelt und im Jahr 2018 das erste Mal durchgeführt und muss sagen, ich bin tatsächlich begeistert dabei und konnte die Challenge in der abgewandelten Form sehr gut meistern. So konnte ich im Jahr 2018 annähernd 1400 € sparen. Und weil das so gut funktioniert hat, wird die Challenge definitiv in diesem Jahr wiederholt. Und vielleicht ist das ja auch was für dich 🙂

 

Spare 1378,- € in EINEM Jahr

In der ursprünglichen Methode gab es die Vorgabe in jeder Kalenderwoche des Jahres einen festen Betrag wegzupacken bzw. auf ein Sparkonto einzuzahlen. Man zahlte in der ersten Kalenderwoche 1 €, in der 2. Kalenderwoche 2 € usw. bis zur 52. Kalenderwoche, in der man 52 € weglegen sollte. Andere drehten das ganze um und fingen mit dem höchsten Betrag in der ersten Kalenderwoche an, sie sparten also in Kalenderwoche 1 52 €, in der 2. Woche 51 € usw. Beide Varianten fand ich für die Bedürfnisse von Tierisch Selbstständigen nicht wirklich passend, denn bei den meisten (und auch mir) ist das Einkommen an dieser Stelle nicht ganz regelmäßig und unterliegt Schwankungen (wenn dir zum Beispiel das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht oder du krank wirst. Das ursprüngliche Modell war mir also zu starr, ebenso wie das umgekehrte Modell. 

Ich habe also jede Woche einen individuellen Betrag zwischen 1 € und 52 € gespart, so wie es gerade zu den Einnahmen passte. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich mir eine Seite in meinem BulletJournal fertig gemacht (natürlich kannst du auch jedes andere Notizbuch oder einen simplen Zettel o.ä. nehmen, er sollte lediglich nicht verloren gehen. Darauf habe ich dann die Zahlen 1 – 52 geschrieben und immer an meinem Einzahlungstag den eingezahlten Betrag durchgestrichen. So konnte es mir nicht passieren, dass ich 5 Wochen lang nur 1 € einzahle und dann am Jahresende die Summe des Gesparten viel geringer ist, als erhofft. 

Dann brauchst du eigentlich nur noch ein Sparkonto oder einen Ort, an dem du das gesparte Geld sammelst (manche nehmen auch ein Marmeladenglas oder ganz simpel eine 

Bei den Einzahlungen galt, dass ich immer den mir möglichen Höchstbetrag der noch in der Liste offen war, eingezahlt habe, denn es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn du irgendwann siehst, dass die großen Beträge ja schon alle durchgestrichen sind. Durch die individuelle Höhe des jeweiligen Sparbetrages konnte ich gut auf saisonale Schwankungen in den Einnahmen oder unerwartete Zusatzausgaben reagieren. Dadurch blieb die Motivation durchgehend hoch. Wenn eine Woche mal von den Einnahmen her nicht so toll war, konnte ich jederzeit einen kleinen Betrag einzahlen, wenn eine Woche super lief, erledigte ich die größeren Beträge.

 

Motivationsbooser: Notiere WOFÜR du sparst!

Als zusätzlichen Motivations-Booster kannst du dir bereits im Vorfeld überlegen, wofür du den gesparten Betrag verwenden willst. Ich habe mir das im letzten Jahr und auch für 2019 allerdings noch offen gelassen, weil ich noch nicht sicher bin, ob ich das Geld dieses Jahr in eine Reise investiere oder ob ich die Reise noch um ein Jahr verschiebe (und dann das doppelte Reisebudget zur Verfügung habe).

Zusammenfassend kann ich dir aber schon jetzt sagen, dass es ein sehr befreiendes Gefühl ist, zu wissen, dass man noch einen Notgroschen in der Hinterhand hat, wenn alle Stricke reißen. 🙂

Übrigens habe ich das mit dem Sparen geschafft, obwohl die finanziellen Zusatzbelastungen im letzten Jahr nicht gerade wenig waren (neue Waschmaschine, teure Autoreparatur, teure tierärztliche Behandlungen meines Seniors Boogey). Trotzdem musste ich nicht auf das bis dahin Ersparte zurück greifen. Es kann natürlich sein, dass das nicht immer möglich ist, aber so lange man das umgehen kann, sollte man es auch tun, denn je öfter man auf den Notgroschen zurück greift, obwohl man die Kosten auch anders stemmen könnte, desto niedriger wird die Hemmschwelle das wieder zu tun und am Ende ist der gesparte Betrag dann nur noch sehr gering, weil das meiste wieder ausgegeben wurde. 

 Wie ist das denn bei dir mit dem Sparen? Sparst du überhaupt und wenn ja, hast du ein bestimmtes Sparziel oder eine bestimmte Spar-Methode? Schreib es mir gern in den Kommentaren.

Deine 

Susann

 

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