5 Wege, wie Hundeschulen und Hundepensionen passives Einkommen generieren können

von | Jun 29, 2023

Beitragsbild passives Einkommen für Hundeschulen und Hundepensionen

Wer sich mit Tieren selbstständig macht, arbeitet zu Beginn meist in einer 1:1 Situation. Das Geld kommt direkt vom Kunden. Bleibt ein Kunde weg, gibt es kein Geld mehr von ihm. Viele Tierisch Selbstständige schätzen die Arbeit direkt am Tier und mit dem Tierhalter. Mit einer vernünftigen Preiskalkulation ist das ein guter Grundbaustein für das Betriebseinkommen. Und damit schlussendlich auch für das eigene “Gehalt”.

Warum du auch zusätzliche Einkommensquellen benötigst

Probleme und weniger Einnahmen entstehen in dieser Konstellation immer dann, wenn man mal nicht direkt mit dem Kunden arbeiten kann.

Das passiert zum Beispiel wenn:

  1. Der Kunde die Dienstleistung nicht mehr benötigt
    Je nachdem, welche Dienstleistung du anbietest bist du mehr oder weniger auf dauerhaft mit dir zusammenarbeitende Kunden angewiesen. Hast du z.B. einen Gassi-Service und ein Kunde fällt durch Umzug aus, für den du bisher 3x die Woche 3 Hunde ausgeführt hast, ist das meist nicht mal eben schnell ersetzt.
  1. Du selbst oder ein Angehöriger krank werden
    Dabei meine ich nicht unbedingt eine Erkältung, bei der du nach einigen Tagen wieder fit bist. Aber was ist, wenn du länger ausfällst; weil dir ein Hund ins Knie geknallt ist und der Meniskus hinüber ist. Oder weil dich ein Trainingshund gebissen hat und du mehrere Wochen nicht arbeiten kannst oder sogar im Krankenhaus liegst. Was, wenn ein Angehöriger schwer erkrankt und mehrere Wochen oder Monate deine Unterstützung benötigt?
  1. Du in den Urlaub fahren möchtest
    Du solltest auf ausreichend Freizeitausgleich achten, damit du nicht in einen Burn-Out oder eine Depression verfällst und dir schlussendlich nicht einmal deine so geliebte Arbeit mit den Tieren mehr Spaß macht. Wenn du aber Urlaub machst, verdienst du auch kein Geld.
  1. Äußere Umstände ein Arbeiten unmöglich machen
    Du erinnerst dich sicherlich noch an die Corona-Epidemie; als viele Tierisch Selbstständige entweder nicht arbeiten durften (Hundeschulen) oder nicht arbeiten konnten (der Bedarf an Hundepension und HuTas ging durch HomeOffice und Reiseverbote stark zurück). Aber auch ohne Epidemie können äußere Einflüsse dazu führen, dass du kurz- oder längerfristig deine Dienstleistung nicht in gewohntem Maße ausüben kannst, weil zum Beispiel dein Gelände durch Sturm oder Überflutung nur eingeschränkt nutzbar ist.
  1. Du eine Fortbildung besuchen möchtest
    Fort- und Weiterbildung sind wichtig, aber kosten gleichzeitig Zeit und Geld. Es gibt Abendvorträge, aber auch ein- oder zweiwöchige Seminare; je nachdem um welches Thema es sich handelt und wie weit es vertieft wird.

Wie du siehst, gibt es einiges, was dazu führen kann, dass das mit der 1:1-Dienstleistung ins Stocken geraten kann.

Um dem Zahlungsausfall vorzubeugen oder diesen abzufedern, kannst du dir Stück für Stück sogenanntes passives Einkommen generieren. Der Vorteil daran ist, dass du einmal die Arbeit auf dich nimmst, und das ganze dann ohne deine aktive Arbeit für jeden Interessierten zur Verfügung gestellt wird.

Der Kunde kann zu jeder Tages- und Nachtzeit deinen Geldfluss aufstocken und muss dafür nicht einmal zwingend in deiner Nähe wohnen.

5 Ideen für dein passives Einkommen

Im besten Fall hat auch dein passives Einkommen etwas mit deiner Arbeit mit Tieren zu tun. Wenn etwas in eine komplett andere Richtung geht, kann es ansonsten notwendig werden, dass du ein eigenes Gewerbe dafür gründest. Das geht und ist nicht kompliziert, aber dann hast letztlich mehr Arbeit, weil du von der Buchhaltung bis zur Werbung alles doppelt machen musst.

Hier sind nun einige Möglichkeiten, die du im Zusammenhang mit deiner tierischen Selbstständigkeit gut unter einen Hut bringen kannst.

  1. Vertrieb von Futter oder Zubehör
    Je nach dem, was du genau tust, gibt es viele Möglichkeiten, dir durch den Vertrieb von Futter oder Zubehör ein passives Einkommen zu generieren. Je nachdem, mit welchem Partner du zusammen arbeitest, musst du mehr oder weniger Zeit investieren, um ein Produkt zu verkaufen.

      • Beispiel 1 (weniger passiv):
        Du empfiehlst den Haltern oft ein bestimmtes Produkt, wie beispielsweise ein Geschirr, oder ein bestimmtes Spielzeug? Dann mach dich einfach mal schlau, ob du das Produkt zum Weiterverkauf von einem Großhändler erwerben kannst. Bei Großhändlern bekommst du die Ware zu einem günstigeren Preis und kannst sie direkt an deine Kunden weiter verkaufen oder du baust dir einen kleinen Online-Shop mit den Produkten, die du wirklich gut findest.
      • Beispiel 2:
        Du suchst dir ein Futter oder Pflegeprodukt bei einem sogenanntem MLM (Multi-Level-Marketing) – Vertrieb aus und bewirbst dieses bei deinen Kunden. Bei dieser Art von Vertrieb bekommen die Kunden normalerweise einen eigenen Zugang zum (Nach-)bestellen und du erhältst auf jede Bestellung deiner eingebrachten Kunden eine anteilige Provision. Du kannst auch ein eigenes Team von Vertrieblern aufbauen, die die Kundenaquise für dich übernehmen, auch dann erhältst du meist eine extra Provision von deren Verkäufen (weil du ein Level über ihnen stehst). Zum Thema Futtervertrieb habe ich bereits einen eigenen Artikel geschrieben, wenn dich das Thema interessiert, kannst du hier mehr darüber erfahren.
  1. Affiliate-Netzwerke
    Funktioniert ähnlich wie der Vertrieb von Futter und Zubehör, allerdings benötigst du hier keinerlei Waren vor Ort. Arbeitest du mit einer Firma, die Affiliate-Links anbietet, kannst du dich dort anmelden und setzt den Link zu dem Werbepartner beispielsweise auf deine Webseite oder in deine Social-Media-Posts. Die Bandbreite an möglichen Produkten ist hier sehr groß, auch im Heimtierbereich. Ich selber nutze aktuell diverse Affiliate-Programme, um mir ein kleines Zusatzeinkommen nebenher aufzubauen. Das erfolgt komplett passiv, denn wenn ich die Links einmal auf die Webseite, in Blogartikel oder in meine Social-Media-Beiträge gesetzt habe, verbleiben sie dort und bringen mir (je nach Produkt) über mehrere Jahre immer wieder einen kleinen Zugewinn. So habe ich beispielsweise einen Artikel auf meiner Webseite mit einem Affiliate-Link, der mir seit mehreren Monaten immer wieder Geld einbringt (denn der Beitrag bleibt auf dem Blog und findet großen Anklang bei den Lesern.
  1. E-Books erstellen
    Stellen deine Kunden immer wieder dieselben Fragen? Oder erlebst du immer wieder besonders lustige, spannende und traurige Fälle in deinem tierischen Business? Beides kann genug Stoff bieten um ein oder mehrere E-Books zu schreiben und diese über deine Webseite oder ein Online-Tool wie z.B. Digistore zu verkaufen. Je nach Umfang deines E-Books kannst du mit einem niedrigen bis sehr hohem Preis arbeiten und wenn sich dein E-Book gut verkaufst, kannst du es zu einem späteren Zeitpunkt evtl. sogar als Print-Version anbieten.
  1. Online-Kurse
    Ähnlich wie E-Books erstellst du auch Online-Kurse nur ein Mal und kannst sie dann durchgehend z.B. auf deiner Webseite vermarkten. Hierbei gibt es viele Stellschrauben, durch die du einen höheren Preis rechtfertigen kannst (z.B. jährliches Update, zusätzliche Handouts, Dauer des Zugangs, die Möglichkeit, dir Fragen zum Thema zu stellen….)
  1. YouTube Kanal
    Auch mit einem YouTube-Kanal kannst du mittlerweile Geld verdienen, allerdings geht das erst, wenn du am YouTube-Partner-Programm teilnimmst. Um für dieses Programm zugelassen zu werden, benötigst du mindestens 1.000 Abonnenten und entweder 4.000 Stunden Wiedergabezeit deiner Videos innerhalb der letzten 365 Tage oder 10 Mio. öffentliche Kurzvideo-Aufrufe in den letzten 90 Tagen. Du musst also schon einiges investieren, bis du überhaupt ins Partnerprogramm aufgenommen wirst. Dafür kannst du dann aber sowohl durch Werbeeinblendungen in deinen Videos oder verschiedene Mitgliedschaften Zusatzeinnahmen generieren. Auch hier musst du also erst einmal eine ganze Menge Arbeit reinstecken, bevor du überhaupt anfangen kannst, damit Geld zu verdienen.

Noch ein paar Tipps, bevor du beginnst

Wie du siehst, gibt es eine Menge sehr unterschiedliche Möglichkeiten, dir ein passives Einkommen aufzubauen. Allen gemeinsam ist, dass du damit nicht mal eben über Nacht Geld machen kannst. Wer dir etwas anderes erzählt, damit du in ein Programm einsteigst, lügt dich in den meisten Fällen an. Oder er/sie weiß es eben auch noch nicht besser.  Vielmehr bedeutet der Aufbau passiven Einkommens je nach Idee mal mehr, mal weniger Vorbereitung. Daher gilt, dass du das Thema eher früher als später angehen solltest. Das gilt insbesondere, weil du durch all diese Punkte kein volles Einkommen ersetzen kannst. Meist bedarf es sogar mehrerer Produkte, um einen wirklichen Gewinn feststellen zu können. Aber je länger und kontinuierlicher du an diesem Thema dran bleibst, desto effektiver wird dieser Einkommensbaustein

Auch solltest du nicht den Fehler machen und gleich alles auf einmal ausprobieren. Jede der obigen Ideen ist für sich sinnvoll und viele können auch gut ineinander greifen. Aber wenn du gerade erst startest oder sowieso schon wenig Zeit hast, pick dir das raus, was dir am ehesten zusagt und starte damit. Das nächste Projekt nimmst du dir dann erst, wenn du im ersten Projekt einen guten Grundaufbau hast.

Möchtest du dich gleichzeitig an E-Books und Online-Kursen versuchen, hast du für beides immer nur halb so viel Zeit. Es zieht sich dann ungemein – bis dich die Motivation verlässt und du das Projekt cancelst. Lieber erst in eins einarbeiten und dort durch die notwendige Technik durchsteigen. Im besten Fall gehst du die ersten Schritte bevor du etwas anderes dazu nimmst. Du könntest z.B. eine Routine aufbauen, wie du es schaffst, regelmäßig neue Inhalte für deinen YouTube-Kanal zu generieren.

Meine Liste ist nicht vollständig. Wenn du eine andere Tierische Selbstständigkeit leitest, kann es sein, dass du dort nichts findest, was zu dir und deinem Business passt. Aber es gibt in jeder Sparte Möglichkeiten für dich, ein passives Einkommen zu generieren. Wenn dir dazu absolut nichts einfällt, schreib mir gern im Kommentar, für welches Tierisches Business du Ideen benötigst. Dann mache ich vielleicht noch einen extra Beitrag mit Ideen für DEIN Business.

Und wenn du Unterstützung beim ein oder anderen brauchst, schau dir unbedingt mal meine neuen Pakete an. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir dein passives Einkommen ins Rollen bringen.

Hallo, ich bin Susann!

Hallo, ich bin Susann!

Ich bin seit über 10 Jahren Tierisch Selbstständig und unterstütze dich bei deiner Selbstständigkeit mit Tieren! Neben der Erstellung von Webseiten, Logos, Flyern, Visitenkaren und mehr findest du in meinem Blog allerhand Wissenswertes aber auch Unterhaltsames rund ums Thema Tierische Selbstständigkeit.

Zum Weiterlesen

Neue Kommentare

  1. Hallo,beim Hundetraining hat der Trainer meinen Hund so stark verletzt,das er einen Rückenmarksinfarkt erlitt. Da er Vermutlich keine Versicherung hat…

Social Media

Meine Pläne und Vorsätze für 2023

Meine Pläne und Vorsätze für 2023

Jetzt ist es also da, das neue Jahr; ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht. Ich beginne das neue Jahr mit einem etwas persönlicherem Blogartikel für euch, denn ich möchte euch meine Vorsätze für das neue Jahr mitteilen. Bevor wir aber nach vorn blicken, möchte...

mehr lesen
Bloggen als Marketinginstrument – Ja oder nein?

Bloggen als Marketinginstrument – Ja oder nein?

Die richtigen Marketingkanäle zu finden ist gar nicht so einfach, insbesondere wenn man - wie ein großer Teil der Tierisch Selbstständigen - als Einzelkämpfer oder gar nebenberuflich versucht, sein Business in Schwung zu bekommen. Wenige Tierisch Selbstständige haben...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert