Caching erklärt: So funktionieren WordPress-Caching-Plugins

von | Mrz 31, 2023

Caching ist eine super Möglichkeit, um die Ladezeit Deiner Website zu reduzieren und damit die Nutzererfahrung zu verbessern. Besonders für WordPress-Websites gibt es viele Caching-Plugins, die einfach zu installieren und einzurichten sind. Aber Caching ist kein Allheilmittel und bringt auch ein paar Nachteile mit sich. In diesem Artikel werde ich Dir mehr über Caching und WordPress-Caching-Plugins erzählen, damit Du Deine Website optimieren kannst.

In diesem Artikel erkläre ich dir außerdem, warum es wichtig ist, dass du deine Webseite aus Sicht der Webseitenbesucher betrachtest.

Cache-Optimierung für WordPress

In der heutigen Online-Welt ist es wichtiger denn je, eine schnelle und reibungslose Benutzererfahrung zu bieten. Suchmaschinenriese Google empfiehlt, die Seitenladegeschwindigkeit unter 2 Sekunden zu halten. Benötigt die Webseite länger, erhöht sich die Absprungrate der Seitenbesucher drastisch. Eigentlich total logisch.

In unserer schnelllebigen Zeit hat halt niemand mehr wirklich Zeit auf den Aufbau einer Webseite zu warten – auch deine potenziellen Kunden nicht. Dauert den Besuchern der Ladevorgang zu lang, ist die Gefahr groß, dass sie zum Online-Angebot deiner Mitbewerber weiter wechseln.

Es gibt viele Bausteine, die das Laden einer Webseite beeinflussen können:

  • die Größe der Seite und Ihrer Inhalte (z.B. große Bild- oder Videodateien)
  • die Anzahl der Server-Anfragen (z.B. durch separate Ressourcen und viele Extra-Dateien)
  • die Leistung des Servers (z.B. durch Überlastung oder falsche Konfiguration)
  • die Bandbreite des Seitenbesuchers (z.B. durch eine langsame Internetverbindung)

Eine Möglichkeit, die Ladezeit von Webseiten zu verbessern, ist die Verwendung von Caching-Plugins. Diese erzeugen statische HTML-Versionen der Webseite auf dem Server und können dadurch die Ladezeit beschleunigen und die Serverbelastung reduzieren. Caching ist also eine effektive Möglichkeit, um die Leistung deiner Webseite zu verbessern. Wichtig ist aber, dass man sich bewusst macht, dass Caching kein Wunder- oder Allheilmittel ist.

Wenn du dich gerade mit der Verbesserung deiner Webseitengeschwindigkeit herumschlägst, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass häufig verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten, die korrekt miteinander kombiniert werden, eine deutlich größere Verbesserung mit sich bringen, als nur die Nutzung von Cache-Technologie. In einigen Fällen können andere Techniken wie die Verwendung von CDN oder die Optimierung von Bildern und Videos erforderlich sein, um die Ladezeiten zu reduzieren.

Was ist Caching?

Ruft ein Seitenbesucher deine Webseite in seinem Browser auf, lädt der Browser automatisch die Dateien, die auf dem Server liegen und aus denen die eigentliche Seite besteht. Egal, ob es sich hierbei um eingebaute Bilder, eine .css-Datei für das Styling deiner Webseite oder um die verschiedenen Plugins, die du in Verwendung hast, handelt. Je mehr Code auf einer Seite verbaut ist, desto mehr muss aufgebaut und auf dem Server angewählt werden.

Ein gut konfiguriertes Caching speichert (vereinfacht gesagt) von selbst generierte HTML-Kopien der einzelnen Seiten auf dem Server ab und spielt diese beim Aufruf durch einen Browser aus. Dadurch wird die Ladezeit der Seite beschleunigt und die Serverbelastung reduziert.

Durch den schnelleren Seitenaufbau (weil ja nur 1 Kopie ausgeliefert wird, anstatt dass sich der Browser alle einzelnen notwendigen Dateien auf dem Server zusammensucht), wird die Leistung der Seite effektiv verbessert.

Es gibt verschiedene Arten von Caching, die folgenden sind die am weitesten verbreiteten:

  • Browser-Caching – beim Browser-Caching wird eine Kopie der Webseite auf dem Rechner bzw. im Browser des Seitenbesuchers gespeichert. Ruft derselbe Besucher die Seite zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf; wird die gespeicherte Kopie ausgespielt und angezeigt.
  • Server-Caching – auf dem Server, auf dem die Webseite liegt (also dem Hoster) wird eine Kopie der Seite angelegt. Ruft ein Seitenbesucher die Webseite auf, wird die Kopie ausgespielt. Es ist unbedingt sinnvoll, dass regelmäßig automatisch eine neue Kopie auf dem Server erstellt wird, und dieser Vorgang nicht nur einmalig passiert, sondern regelmäßig – die Seitenbesucher sollen ja die aktuellen Informationen angezeigt bekommen, nicht die Termine der Vorjahre.
  • Content-Delivery-Network-Caching – hierbei wird eine Kopie der Seite auf einem sogenanntem CDN-Server in der Nähe des Seitenbesuchers erzeugt und bei Bedarf ausgespielt.

Jede dieser Methoden hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und kann je nach Website unterschiedlich effektiv sein. In einigen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, mehrere Caching-Methoden zu kombinieren, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wenn du eine WordPress-Seite betreibst, können dich verschiedene Caching-Plugins im Prozess unterstützen.

Nachteile und Probleme

Obwohl Caching eine effektive Möglichkeit ist, um die Leistung von WordPress-Websites zu verbessern, gibt es einige Nachteile und Probleme, die du bei der Verwendung von Caching-Plugins beachten solltest.

  • Statische Inhalte: Caching ist nur für statische Inhalte sinnvoll. Wenn eine Website dynamische Inhalte enthält, die sich häufig ändern, kann die Verwendung von Caching-Plugins zu Problemen führen. In solchen Fällen ist es möglicherweise notwendig, andere Techniken wie die Verwendung von CDN oder die Optimierung von Bildern und Videos zu verwenden, um die Ladezeiten zu reduzieren. Es gibt jedoch in einigen Plugins die Möglichkeit, einzustellen, dass die Seite in regelmäßigem Abstand (z.B. alle 24 Stunden) neu gecacht werden soll.
  • Kompatibilität: Einige Caching-Plugins können mit anderen Plugins oder Themes inkompatibel sein. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass das gewählte Plugin mit den anderen Komponenten der Seite kompatibel ist, um Probleme zu vermeiden.
  • Konfiguration: Einige Caching-Plugins erfordern eine umfangreiche Konfiguration, um effektiv zu sein. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass das Plugin ordnungsgemäß konfiguriert ist, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Das kann für unerfahrene Nutzer zu Problemen führen.

Passt das Gesamtkonzept nicht mit dem gewählten Plugin bzw. der gewählten Caching-Methode zusammen, kann das zu schwerwiegenden Fehlern führen oder das Gegenteil von dem erreichen, was wir eigentlich wollten: Die Seite wird noch viel langsamer und baut sich nicht mehr korrekt auf.

Trotz dieser Nachteile ist die Verwendung von Caching-Plugins in vielen Fällen eine effektive Möglichkeit, um die Leistung von WordPress-Websites zu verbessern und eine bessere Benutzererfahrung zu bieten.

Was sind WordPress-Caching-Plugins?

WordPress-Caching-Plugins sind spezielle Tools, die für WordPress-Websites entwickelt wurden, um Deinen Cache zu optimieren. Diese Plugins sind einfach zu installieren und bieten viele Funktionen, mit denen Du Deine Website schneller machen kannst. Hier sind einige der beliebtesten:

  • WP Super Cache: Ein kostenloses Plugin, das von Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress, entwickelt wurde. Es ist einfach zu bedienen und bietet viele Konfigurationsoptionen.
  • W3 Total Cache: Ein leistungsstarkes Plugin mit vielen Funktionen, einschließlich der Möglichkeit, Caching-Optionen für Mobilgeräte zu optimieren. Allerdings habe ich mit diesem Plugin mehr Probleme gehabt, als Vorteile daraus ziehen zu können. Es ist bekannt dafür Serverfehler zu verursachen, die mir auch schon mal den Freitag-Abend verhagelt haben.
  • WP Rocket: Ein Premium-Plugin mit einem einfachen Setup und vielen integrierten Funktionen, wie z.B. Lazy-Loading (verzögertes Laden von bestimmten Inhalten) und Database-Cleaning (automatische Bereinigung der Datenbanken).
  • WP Fastest Cache: Ein kostenloses Plugin, welches auf ein paar von mir betreuten Seiten im Einsatz ist. Es ist einfach zu bedienen und ist auch mit vielen Plugins und Themes kompatibel.
  • WP Optimize: Dieses Plugin enthält nicht nur Caching-Funktionen sondern unterstützt den Nutzer auch bei der Bereinigung von Datenbanken und der Komprimierung von Bilddateien. Auch dieses Plugin habe ich auf einigen Seiten im Einsatz und kann bisher keine größeren negativen Einschränkungen feststellen.

Wie funktionieren WordPress-Caching-Plugins?

Die meisten WordPress-Caching-Plugins funktionieren ähnlich. Wenn ein Besucher Deine Website besucht, speichert das Plugin eine Kopie der Seite im Cache. Wenn ein anderer Besucher auf Deine Website zugreift, wird die Seite aus dem Cache geladen, anstatt sie erneut vom Server abzurufen. Dadurch wird die Ladezeit Deiner Website erheblich reduziert.

Außerdem bieten die meisten WordPress-Caching-Plugins auch Funktionen wie das Zusammenfassen von CSS- und JavaScript-Dateien, das Minimieren von HTML- und CSS-Dateien und das Komprimieren von Bildern. Diese Funktionen helfen dabei, die Größe der Ressourcen zu reduzieren, die geladen werden müssen, was wiederum die Ladezeit Deiner Website weiter reduziert.

Fazit

Die Verwendung von Caching-Plugins ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Ladezeit von WordPress-Websites zu verbessern und eine bessere Benutzererfahrung zu bieten. Für WordPress-Nutzer gibt es viele verschiedene Plugins zur Auswahl, und die meisten bieten ähnliche Funktionen. Probiere verschiedene Plugins aus und finde heraus, welches am besten zu Deinen Bedürfnissen passt.

Hallo, ich bin Susann!

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Ich bin seit über 10 Jahren Tierisch Selbstständig und unterstütze dich bei deiner Selbstständigkeit mit Tieren! Neben der Erstellung von Webseiten, Logos, Flyern, Visitenkaren und mehr findest du in meinem Blog allerhand Wissenswertes aber auch Unterhaltsames rund ums Thema Tierische Selbstständigkeit.

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