Alles, was du über das neue WordPress 4.5 wissen musst

von | Apr 24, 2016

WordPress 4.5 ist da

Kürzlich wurde die aktuellste WordPress-Version 4.5 mit dem Namen “Coleman” (benannt nach dem Jazz-Musiker Coleman Hawkins) veröffentlicht. Nachdem ich nun die von mir betreuten Webseiten nach und nach damit auf den neuesten Stand gebracht habe, möchte ich dich in diesem Beitrag gern über die wichtigsten Neuerungen von “Coleman” informieren.

Update auf WordPress 4.5

Bevor ich dir die neuen Features zeigen kann, musst du natürlich erst einmal das Update durchführen. Dafür loggst du dich als erstes ins Backend deiner WordPress-Seite ein und siehe da, du wirst gleich in der Übersichtsseite dazu aufgefordert, dein WordPress auf die Version 4.5 zu aktualisieren. Wenn du dann über den “Bitte aktualisiere jetzt”- Link oder den entsprechenden Menüpunkt zur Aktualisierungsseite weitergeleitet wirst, bekommst du die Warnung, dass du vor einem Update unbedingt ein Backup deiner Datenbank machen solltest. Ich selbst mache bei Updates des sogenannten WordPress-Cores gern außerdem noch eine komplette Sicherung der Seiteninhalte.

Sicherheitshalber warte ich bei diesen wichtigen Updates immer einige Tage, da man nicht mal eben die Version wieder zurückstufen kann, wenn was nicht klappt. In Foren zum jeweils verwendeten Theme prüfe ich, ob es Meldungen über Probleme während oder nach dem Aufspielen des Updates gibt. Sollte das der Fall sein, warte ich, bis es auch ein Theme-Update gibt. Wenn es scheinbar keine öffentlich kommunizierten Probleme zwischen deinem verwendeten Theme und der neuesten WordPress-Variante gibt, ist die Gefahr minimal, dass es zu Problemen kommt. Wer ganz sicher gehen will, fragt beim Theme-Ersteller nach. Bevor du das Update machst, sind also folgende Punkte zu erledigen:

  1. Backup deiner Datenbank und ggf. zusätzlich deiner vollständigen Seiteninhalte
  2. Im Supportforum des von dir verwendeten Themes beobachten, ob andere Nutzer Probleme beim oder nach dem Update melden
  3. (Eventuell direkt beim Entwickler nachfragen)

Erst wenn du diese Punkte “abgearbeitet” hast, solltest du das Update durchführen. Dazu klickst du einfach auf den entsprechenden Button und der Rest erledigt sich ganz von selbst (schön, wie unkompliziert WordPress arbeitet, nicht wahr? :-))

Gründe für ein Update

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum du überhaupt ein Update durchführen sollst – immerhin läuft deine Seite ja stabil. Als Grund für ein Update – egal ob es nun WordPress an sich oder eins deiner genutzten Plugins ist – sind vor allem sicherheitstechnische Gründe, aber auch Performance-Gründe anzusehen. Es ist schon vorgekommen, dass Firmen, die ihren Internetauftritt WordPress-basiert aufbauten, aber weder WordPress noch die Plugins regelmäßig auf notwendige Updates überprüft haben (oder diese nicht durchgeführt haben) gehackt wurden.

Dabei war das Problem noch nicht einmal, dass Daten “geraubt” worden, vielmehr wurden Seiteninhalte geändert, was im Nachhinein für ziemlich viel Ärger und Verwunderung bei den Lesern sorgte. Aber auch Schadsoftware könnte durch einen solchen Angriff in deine WordPress-Seite eingebaut und im schlimmsten Fall den Besuchern deiner Homepage auf den Rechner geschleust werden. Du solltest also zusehen, dass dein eigenes System und das System deiner Seitenbesucher bestmöglichst geschützt werden und regelmäßig prüfen, ob alles noch auf dem aktuellen Stand ist. Nachdem du WordPress jetzt aktualisiert hast, zeige ich dir die interessantesten Neuerungen dieser Version.

Neuerung 1: Responsive Vorschau

Beginnen wir mit der Responsive-Vorschau. Responsive Design bedeutet nichts anderes, als dass sich deine Internetseite dem genutzten Endgerät (also Monitor, Tablet, Smartphone…) optisch anpasst. Es gibt für den Smartphone-Nutzer kaum etwas gruseligeres als Internetseiten, die sich nicht automatisch dem Gerät anpassen, deren Schrift auf dem Endgerät viel zu klein dargestellt wird und man sich mittels Scrollbalken durch die Seiten navigieren muss. Und auch in den Suchmaschinen werden Seiten, die sich nicht an verschiedene Endgeräte anpassen können, schlechter gerankt, denn die Intention der Suchmaschinen ist ja, dem Benutzer einen möglichst hohen Mehrwert zu schaffen und die besten Seiten zu präsentieren. Darüber habe ich auch in diesem Artikel schon etwas berichtet. Zwar gibt es mittlerweile auch Internetseiten (z.B. Screenfly), auf denen man überprüfen kann, wie die eigene Webseite auf verschiedenen Geräten dargestellt wird, aber das geht jetzt auch in abgespeckter Form direkt in WordPress. Dafür musst du einfach nur im “Anpassen-Modus” im linken Seitenmenü unten auf eine der Schaltflächen klicken und bekommst in der Vorschau direkt gezeigt, wie sich deine Seite an die verschiedenen Endgeräte anpasst. Einziges Manko ist, dass es eben nur eine abgespeckte Version ist und nur 3 Standard-Formate ausgewählt werden können. Aber für einen ersten Eindruck genügt es.

Neuerung 2: Vereinfachte Einbindung des Logos (Theme-abhängig)

Je nach den eingebauten Funktionen des von dir verwendeten Themes, ermöglicht dir das WordPress-Update einen sehr einfachen Einbau deines Seitenlogos im “Anpassen-Modus”.
Unter dem Menüpunkt “Webseiten-Informationen” (ggf. auch “Seiteninformationen” o.ä., das kann je nach Theme variieren) kannst du nun ganz einfach nicht nur den Titel und Untertitel deiner Webseite bestimmen, sondern auch gleich noch dein Logo hochladen. Dieses wird dann neben Titel und Untertitel platziert. Das ist ein ganz nettes Feature, wird aber leider eben noch nicht in allen Themes integriert sein, dann bleibt zu hoffen, dass es vielleicht bei einem der nächsten Theme-Updates kommt.

Neuerung 3: Neuerungen im Editor

Auch das Schreiben neuer Beiträge soll komfortabler gestaltet werden. Hierfür bastelt WordPress auch immer wieder an den Funktionen und dem Aussehen des Editors. Mit der Aktualisierung auf “Coleman” ändern sich die beiden folgende Dinge:

Wenn du einen Link in einen Text einfügen möchtest, markierst du wie gehabt den gewünschten Textabschnitt und gehst dann auf den Link-Button am oberen Kopf des Editors. Während daraufhin aber bisher ein Popup erschien, in dem du deinen Link eingetragen hast, erscheint jetzt direkt eine Box an der entsprechenden Stelle im Texteditor und du kannst dort direkt den Link eintragen. Klickst du auf das Zahnrädchen kannst du noch verschiedene Dinge wie “nofollow/dofollow”-Eintragen, sofern du solche Dinge auf deiner Seite/ deinem Blog nutzt. Es war anfangs für mich ein wenig tricky, bis ich begriff, dass man erst den Link in die Box einträgt, dann das Zahnrädchen für Zusatzoptionen öffnet, dort dann bestätigen muss und zum Schluss nochmal in der eigentlichen Link-Text-Box den Link mittels Pfeil bestätigen muss. Nun hab ich es aber raus 😉

Das zweite ist das vereinfachte einfügen einer horizontalen Linie im Text. Dieses Feature wird gern genutzt, um beispielsweise Abschnitte klar voneinander zu trennen. Bisher ging das ausschließlich im HTML-Editor mit dem Tag <hr /> bzw. über das Editor-Menü über Einfügen – Horizontale Linie. Ab sofort brauchst du dich aber nicht mehr im Schreibfluss stören lassen, auch wenn du nicht im HTML-Editor schreibst, denn ab WordPress 4.5 ist es möglich, auch im visuellen Editor eine Linie mit der Eingabe von drei aufeinanderfolgenden Bindestrichen (also “- – -” ohne Leerzeichen) zu erzeugen.

Du siehst, nicht nur aus sicherheitstechnischen Gründen lohnt es sich, dein WordPress auf die aktuelle Version 4.5 zu aktualisieren, es bietet dir auch erweitertete und erleichternde Funktionen an.

Update 27.04.2016: In den vergangenen Stunden wurden alle Seiten, die bereits auf 4.5 aktualisiert hatten, automatisch auf Version 4.5.1 aktualisiert. Das ist nichts ungewöhnliches und dient der Reparatur kleinerer aufgefallener Fehler (“Bugfixes”)

Schreib mir doch in den Kommentaren, ob du das Update ohne Probleme durchführen konntest und was du von den Neuerungen hältst.

Und nicht vergessen: Mach es EINFACH

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