Über Allergien und Hundetraining

von | Mai 26, 2016

Wenn dir beim Hundespaziergang die Allergie einen Strich durch die Rechnung macht

Ja okay, (Pollen-)Allergien sind auf den ersten Blick nicht wirklich relevant für dein Business. Außer wenn du an einer Pollenallergie leidest, und gerade durch das ganze blühende Zeug nur am Augenjucken und Naseschnäuzen bist. Oder dein Lieblingskunde Termine absagen muss, weil er Atembeschwerden und Kopfschmerzen hat. Sogar beim Hund gibt es Fälle von Heuschnupfen und auch Katzen bleiben scheinbar nicht verschont.

Also hm, ja doch, irgendwie betrifft es dich vielleicht doch, entweder direkt oder indirekt über deine Kunden oder deren Tiere. Mich selbst plagt der Raps im Moment extrem. Zwar habe ich kaum mit Schnupfen zu tun, aber meine Augen fangen beim Verlassen des Hauses an zu jucken und ich wache mit Kopfschmerzen auf. Ich schlafe mit offenem Fenster und das direkt am Feldrand, auf dem in diesem Jahr – Überraschung: RAPS angebaut ist.

Fehmarn ist ja ziemlich auf Raps ausgelegt. Rapsanbau, Rapsblütenfest und -königin, Rapskissen und und und. Die Feldbestellung rotiert hier im 3-Jahres-Rhythmus und so habe ich alle drei Jahre direkt vor der Terrasse ein sonnengelbes Feld. Und entsprechende Allergie-Symptome.

Weil ich nicht immer gleich zur chemischen Keule greifen will, hab ich heute mal ein paar Tipps für euch (und eure Kunden), wie sie die Pollenflugzeit mit Training und Spaziergängen überstehen.

  • Tagesablauf anpassen: In Städten ist die Pollenbelastung tagsüber geringer, auf dem Land abends. Es macht also Sinn, Trainingsstunden und/oder Spaziergänge in diese Zeiten zu verlegen. Oder vielleicht bietest du sogar eine extra Stunde in dieser Zeit für Allergiker an?
  • Haare (vor dem Schlafen) waschen: Die Pollen fliegen herum und schweben in der Luft. Sie setzen sich an der Kleidung – aber auch in den Haaren – ab. Menschen, die lange Haare haben, haben also ein größeres Problem, wenn sie an Heuschnupfen leiden. Daher rate ich, abends nach dem Spaziergang die Haare zu waschen. Andernfalls nimmt man die Pollen nämlich mit ins Bett, sie setzen sich in Bettwäsche und Decken ab und man kann entweder schlechter schlafen oder wacht (wie ich) am nächsten Tag mit Brummschädel wieder auf. Ich merke selbst deutlich, wenn ich zu viele Pollen in den Haaren oder an der Kleidung mit mir rumschleppe und dann heißt es auch schon mal tagsüber zwischendurch einmal extra Haarwäsche.
  • Regen bringt Erleichterung: Die Regentropfen fangen die Pollen ein und bringen sie zu Boden. Wenn es geregnet hat, fühle ich mich viel, viel besser. Wenn es also geregnet hat, heißt es nichts wie raus und die Zeit für Outdoor-Termine nutzen.
  • Regelmäßig Bettwäsche, Decken, Hundekörbchen etc. waschen: Wie bereits in Punkt 2 erwähnt, sammeln sich Pollen überall, daher solltest du regelmäßig alles Waschbare waschen und einmal öfter Staub wischen und Staub saugen.
  • Extra “Outdoor-Kleidung” verwenden: Man kann auch spezielle Outdoor-Kleidung überziehen oder die Kleidung wechseln, wenn man nach draußen geht. Hier gilt dasselbe Prinzip wie in Punkt 2 und 4. Die Pollen haften an der Kleidung und wenn wir nach dem Reinkommen die Kleidung wechseln, schleppen wir weniger davon in der Wohnung herum.
  • Den Feind kennen: Bei wetter.com gibt es zum Beispiel eine eigene Pollenflugvorhersage – leider wird Raps bei den meisten nicht explizit aufgeführt, aber viele andere Allergene..
  • Antiallergische Medikamente: Ja, wenn gar nix geht, sollte man zu Medikamenten greifen, denn es bringt weder dir noch deinen Kunden etwas, wenn du dich wochen- oder monatelang nicht wohl fühlen kannst. Ärzte raten dazu, während der gesamten Pollenflugzeit auf Medikamente zurück zu greifen, ich selbst bin dabei aber gespaltener Ansicht. So lange sich meine Beschwerden in Grenzen halten, verzichte ich auf unnötige Medikamenteneinnahmen – aber nur, so lange ich einigermaßen arbeitsfähig bin. Für mich wäre der ausschlaggebende Punkt, wenn ich tatsächlich dauerhaft Atemprobleme bekommen würde oder die oben genannten Punkte zu keinerlei Symptomverbesserung mehr führen. Dann würde auch ich zu (frei verkäuflichen) Mitteln raten. Letzte Woche war ich quasi an dem Punkt, seit zwei Tagen scheint der Raps hier aber ausgeblüht zu sein und es geht mir wieder viel, viel besser.
  • Indoor-Training: Warum die vorhandene Halle nicht auch mal wegen Pollenflug nutzen, statt nur wegen schlechtem Wetter?
  • Stadttraining/Erlebnisspaziergänge: Wenn ihr sowas anbietet, könnt ihr in der Sommerzeit immer viele Gänge durch Kaufhäuser oder ähnliches einbauen. Oder euch ins Eiscafé setzen.

Du siehst, es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, die dir bzw. deinen Kunden Erleichterung schaffen, wenn eine Allergie auf Pollen vorhanden ist. Hier habe ich dir übrigens auch einige Tipps gesammelt, wie du dein Hundetraining an kalten Tagen gestalten kannst. 

Wie ist es bei dir? Leidest du unter einer Allergie und hast vielleicht noch andere hilfreiche Tipps für mich und die anderen Leser?

Schreib es mir in den Kommentaren und vergiss nicht: Mach es EINFACH!

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